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Ackern und Pflügen mit Pferden wie anno dazumalAckern und Pflügen mit Pferden wie Anno dazumalAckern und Pflügen wie Anno dazumalBei strahlendem Sonnenschein säumten zeitweise Hunderte von Zuschauern das große Feld am Ortsrand von Altdorf, auf dem das Pflügen, Eggen und Säen mit verschiedenen Pferdegespannen wie zu alten Zeiten vorgeführt wurde. Der Heimat- und Museumsverein hatte diesmal seinen Museumstag ins Freie verlegt - und die Veranstaltung wurde ein voller Erfolg. Es war schon ein beeindruckendes Bild, als der Haflinger-Viererzug von Hans Zierer und den Prieler-Brüdern mit dem Heuleiter-Wagen und Sepp Geltl mit seinem Haflinger-Gespann und einem alten Bruckwagen, sowie die von einem Rappen gezogene Kutsche von Hans Fischer vom Ziegeleigelände auf das Veranstaltungsgelände zogen. Und hier passierte auch das einzige Malheur des Nachmittags, als bei einem Wendemanöver die Deichsel des Bruckwagens brach, wobei das Haflingergespann von Sepp Geltl hier absolute Ruhe und Gelassenheit bewies.
Gekommen war auch Deutschlands ältester Pferdezüchter und Pferdehalter, der 93-jährige Simon Anglhuber aus Windham und Bruder Georg mit seiner Frau Mathilde Anglhuber aus Schachten. Beide haben eine Verbundenheit zu Pferden und zur Scholle, "die sehen das als eine Berufung", sagte Moderator Paul Fischer über die Anglhuber-Brüder und fuhr fort, früher hätten Pferde zu jedem größeren Bauernhof gehört, sie seien eine Art Lebensversicherung gewesen. Als die Traktoren auf den Höfen Einzug gehalten hätten, hätten die Pferde immer mehr an Bedeutung verloren und die heutigen Pferde seien diese Feldarbeit gar nicht mehr gewohnt, umso mehr sei die Vorführung und Arbeit der heutigen Gespannführer bei dieser Veranstaltung zu bewundern.
Viel Aufmerksamkeit erregte die Kutsche von Hans Fischer – eine Chaisse, auch „Doktorwagerl“ genannt, gezogen von seinem mächtigen Rappen. Das sei früher "der Mercedes der Bauern" gewesen, sagte Vereinsvorsitzende Ida Forster, die selbst vom Hofner-Bauern in Pfettrach abstammt und eine Ehrenrunde mit der Kutsche fahren durfte. Früher seien die Bauern damit zur Kirche, zur Stadt und zu Sonntagsausfahrten unterwegs gewesen. Weiters waren noch einige alte Pflüge und Ackergeräte von Josef Geltl ausgestellt worden, damit sich die Zuschauer einen Einblick in die Arbeit der alten Zeit machen konnten. Die Damen des Museumsvereins versorgten die Gäste mit Getränken an diesem wunderschönen sonnigen Tag – den man rundherum als gut gelungen bezeichnen durfte. Josef Geltl Bericht aus Archiv
02.02.2012, 00:20 von admin |
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