Kanonen gesucht 

Für die 12. TITANEN DER RENNBAHN  in  Brück werden  die historischen Geschütze flott gemacht.  Mehr als 30 Traditions- und Schützenverein haben sich angesagt.

 

Niemecker Schützenverein mit Haseloffschen Kaltblütern, Reiterinnen Führpferd Susann Zierold, Stangenpferd Celina Maas. Foto Margot Schöning 

 

BRÜCK. Nicht alle Traditions- und Schützenvereine besitzen eine historische Kanone und sei es nur ein Nachbau. Deshalb sind viele auf der Pirsch nach einem nostalgischen Geschütz, um am historischen Schaubild „Kanonendonner und Pferdeäpfel“  am Samstag, den 29. Juni, teilnehmen zu können. Deshalb war die Freude groß, als der Brücker Schützenverein nach vielem Suchen eine Vorderladerkanone Kaliber 40 Millimeter erwerben konnte. Mit dem gepflegten, historischen  Prunkstück werden die Brücker Schützen bei dem TITANEN Schaubild „Historische Geschütze aus mehreren Jahrhunderten“ zu sehen sein.  Während die Brücker  heute mit  Stahlkugeln schießen, pfiffen im  Mittelalter Steinkugel aus dem Rohr, die bis 350 und mehr Kilo wogen. Militärtechnisch ist der nicht einfach zu bedienende Vorderlader jedoch völlig überholt.

 

36 Mitglieder, darunter fünf Frauen,  gehören dem Schützenverein Brück an, der 1991 gegründet wurde.  Seine Wurzeln gehen bis 1754 zurück. Wie bundesweit alle Schützen durften auch die Brücker zu nationalsozialistischen und  DDR  Zeiten ihren Sport nicht ausüben. Dafür geht es in den letzen 22 Jahren richtig zur Sache.  Unter Leitung von Karl-Ingo Stübing, Rainer Wickidal, Heike Wonneberger einst und Marko Döring heute haben sich die Hobbyschützen aktiv ins gesellschaftliche Leben der  Flämingstadt eingebracht. Sportlich machten die Brücker 2005, 2009 und 2010 mit der besten Platzierung in der Landesliga auf sich aufmerksam. Marco Hinze wurde 2011 sogar Deutscher Meister. 

 

v.l.n.r Marco Hinze, Karl-Ingo Stübing, Konrad Schroeder, Dietmar Weber, Klaus Gericke, Marco Döring und Rainer Wickidal. Foto Margot Schöning