Eröffnung der Hippologica in Berlin: 

 

 

 

Vielseitige Pferdemesse unter dem Funkturm vom 12. – 15. Dezember 2013

 

In der Halle 25, dem Hippodrom, moderierte Andreas Dienemann gekonnt die Pressekonferenz mit der Projektleiterin der Messe Berlin, Kerstin Ebel, Peter Fröhlich, dem Geschäftsführer Sport im Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg, dem dreifachen Sieger im Deutschen Springderby, André Thieme und Thomas Kriwens, dem Leiter der Reiterstaffel der Bundespolizei.

Großer Sport soll ein Aushängeschild der Hippologica bleiben, worüber Springreiter Thieme besonders froh ist, da Berlin bisher mangels Sponsoren nicht an die große Reitsportvergangenheit anknüpfen kann. Die Hippologica dient damit den Pferdefans in zweierlei Hinsicht.

Die Pferdegesundheit wird auch in diesem Jahr wieder großgeschrieben. Die Tierkliniken stellen jeden Tag einen Ansprechpartner und es gibt viele Vorträge über wichtige Themen rund um’s Pferd.

Über zweihundert aktive Reiter zeigen auf zweihundert Pferden aus siebzehn Rassen ihr Können. Das Interessante daran sind die verschiedenen Reitstile und Herangehensweisen bei der Ausbildung.

Ein Hingucker wird sicher auch der Rapphengst Diego di Vallenza, ein echter Murgese, eine hierzulande kaum bekannte italienische Barockrasse.

Er präsentierte sich in der Shownummer für die Presse sehr beeindruckend.

Für die Turnierbegeisterten ist es sicher interessant zu erfahren, daß der Gewinner des Großen Preises der Hippologica aus dem Vorjahr, der sympathische André Thieme, mit vier seiner besten Pferde angereist ist. Er will mit dem neunjährigen Holsteiner Wallach Conthendrix, der ebenso alten Oldenburger Stute Contanga eher schonend, trainingsmäßig, mit dem neunjährigen Oldenburger Voigtdorfs Quonschbob und der achtjährigen Französin Ramona de Flobege jedoch auf Sieg reiten.

Thomas Kriwens, der auch Richter im Pferdeleistungssport ist, erklärte, daß das Pferd allgemein als Sympathieträger gesehen wird, weshalb bei ihren Einsätzen bei Großveranstaltungen, beispielsweise Fußballspiele im Olympia-Stadion, wenig Pferde viel Manpower ersetzten.

Die Bundespolizeistaffel besteht zur Zeit aus vierundzwanzig Pferden, wovon vier noch in der Ausbildung sind, einunddreißig Reitern, fünf Pflegern und einem Hufbeschlagsschmied.

Die Ankaufskriterien sind völlig anders gelagert als beispielsweise die von Turnierpferden. Weder Farbe noch Schönheit sind wichtig; nur verläßlich und klar im Kopf müssen sie sein. Ihre Nervenstärke wird vier Wochen lang getestet, bevor sie – für kleines Geld – in den Stall der Reiterstaffel einziehen dürfen. Je nach Alter und Ausbildungsstand wechseln sie dann nach einem halben oder einem Jahr vom Remontestand in den eines Polizeidienstpferdes, wenn sie ihre Pferdetauglichkeitsprüfung bestanden haben.

Und wie das so zugeht, das wollen uns die Polizeireiter während ihrer Vorführungen zeigen. Was wir da zu sehen bekommen? „Lassen Sie sich überraschen.“ Sagt Thomas Kriwens.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf und werde am Sonntag vor Ort sein.

Dann gibt es mehr von der spannenden Pferdemesse unterm Berliner Funkturm.

 

 

Text und Bilder: Hufflüsterin Jutta Schroer

Text im Bild via Mauspfeil beachten...