Brixentaler Antlassritt

Ca. 100 Reiter ziehen an Fronleichnam durchs Brixental: Die gelebte Tradition des „Antlassritts“ am 23. Juni 2011 lässt sich bis zum 30-jährigen Krieg zurückverfolgen

100 Reiter ziehen an Fronleichnam durchs Brixental: Die gelebte Tradition des „Antlassritts“ am 23. Juni 2011 lässt sich bis zum 30-jährigen Krieg zurückverfolgen

In Brixen im Thale, Westendorf und Kirchberg machen sich am 23. Juni 2011 über hundert stolze Reiter in Trachten auf den Weg. Auch Besucher können dabei sein und an gelebten Traditionen teilnehmen, wenn die Prozession auf Pferden Fahnen schwenkend durchs Brixental reitet. Die Bewohner der umliegenden Dörfer säumen den Weg und begrüßen den „Antlassritt“ mit Glockengeläut und Musik.

Gelebtes Gedenken an den 30-jährigen Krieg
Die Reiter gedenken der Verschonung des Tals durch die Schwedenhorden, die vor gut 350 Jahren die Region bedrohten. An der Talenge von Klausenbach sollen damals Bauern aus Brixen, Westendorf und Kirchberg den eingefallenen Schweden entgegen geritten sein und sie in einer Schlacht zurück gedrängt haben. Als Dank dafür findet seitdem nach strengen Regeln der Antlassritt statt – und darf laut Überlieferung nur im Notstand ausfallen. Auch 2011 werden die Reiter den Weg von Westendorf bis zur Schwedenkapelle am Kirchberger Ortsrand zu Kitzbühel und wieder zurück, begleitet von einem Priester, bestreiten. Während des Ritts beten sie streckenweise laut den Rosenkranz.
Zuschauer erleben beim Antlassritt hautnah, wie Geschichte lebendig gehalten wird. 

Ist das DEIN Artikel oder gefällt DIR dieser Beitrag als Leser? Dann teile dies gerne auch DEINEN Freunden per Twitter und Facebook oder hier per Plugins mit und/oder schreibe unten einen Kommentar.