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Presse-
mitteilung


DATUM 11. Januar 2012
NUMMER 04
SPERRFRIST

Bundesministerin Aigner trifft den neuen
Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat heute in Berlin den neuen Präsidenten des
Deutschen Tierschutzbundes zu einem Antrittsbesuch empfangen. Thomas Schröder war im
Oktober 2011 an die Spitze der Organisation gewählt worden, die mehr als 800.000 Mitglie-
der hat. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen neue Gesetzesinitiativen auf Bundesebene
und die Nutztierhaltung in der Landwirtschaft. „2012 ist ein besonderes Jahr für den Tier-
schutz in Deutschland“, erklärte Aigner am Rande des Treffens. Vor zehn Jahren war der
Tierschutz als Staatsziel in die deutsche Verfassung aufgenommen worden. „Das war ein
richtungsweisender Schritt“, so Aigner. In den kommenden Monaten stehen wichtige Wei-
chenstellungen für mehr Tierschutz in Deutschland an. Neben dem aktuellen Gesetzentwurf
des BMELV zur Eingrenzung der Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung sind weitere
konkrete Maßnahmen für mehr Tierschutz in Vorbereitung. So soll das nationale Tierschutz-
recht in entscheidenden Punkten verbessert werden. Auch auf europäischer Ebene setzt
sich das Bundesverbraucherministerium für Verbesserungen ein. „Uns geht es darum, das
hohe Niveau des Tierschutzes konsequent weiter zu entwickeln und weiter zu verbessern,
zum Wohl der Tiere und im Sinne der Verbraucher und Landwirte“, erklärte Aigner. „Wir müs-
sen uns da auch schwierigen Fragen und unbequemen Diskussionen stellen – hier ist der
Deutsche Tierschutzbund für uns ein wichtiger Gesprächspartner, dessen Wort Gewicht hat“,
so die Bundesministerin.

DATUM 11. Januar 2012
NUMMER 04
SPERRFRIST

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Thomas Schröder betonte, dass die Novellierung des Tierschutzgesetzes im Grundsatz zu
begrüßen sei, zugleich aber der Deutsche Tierschutzbund wie alle anderen Tierschutzorga-
nisationen eine umfassendere Novellierung für notwendig erachte. „Wir sind dankbar für den
Anstoß durch die Bundesministerin, die drängenden Tierschutzprobleme anzupacken. Das
Staatsziel Tierschutz darf im zehnten Jahr nicht länger als Symbolwert verharren, es muss
durchgreifende Konsequenzen im Gesetz haben. Nach Durchsicht der ersten Entwürfe für
Änderungen im Tierschutzgesetz ist aber auch absehbar, dass noch viel zu tun ist“, sagte
Schröder am Rande des Treffens. Der Präsident betonte, dass es jetzt neben den vielen
Herausforderungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und in der Heimtierhaltung unter
anderem auch darum gehen müsse, die Tierheime zu stärken und im Besonderen alle Mög-
lichkeiten für mehr Schutz für Tiere im Versuch auszuschöpfen, die die „EU-
Versuchstierrichtlinie“ in der Umsetzung auf nationaler Ebene zulässt.

Thomas Schröder hatte Anfang Oktober 2011 den langjährigen Präsidenten Wolfgang Apel
an der Spitze des Verbandes abgelöst. Vor seiner Wahl zum Präsidenten des Deutschen
Tierschutzbundes war Schröder zunächst als Pressesprecher und seit 2004 als Bundesge-
schäftsführer des Verbandes tätig. Apel war 1993 erstmals zum Präsidenten des Deutschen
Tierschutzbundes gewählt worden. Bereits seit 1987 war er Mitglied der Tierschutzkommis-
sion des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV). Die Tierschutzkommission unterstützt das BMELV in Fragen des Tierschutzes und
ist vor dem Erlass von Rechtsverordnungen anzuhören.