HUFGEFLÜSTER Redaktionstipp: "Seht empfehlenswert!"


Die Geier Jagd im Llano Estacado ist eröffnet!

Gelungene Premiere der Süddeutschen Karl May-Festspiele Dasing

 

Aufgepasst: Der Geist des Liano Estacado


Kurzweilig, höchst unterhaltsam und spannend bis zum Schluss: Viel Lob hat es für die über 80 Akteure der Süddeutschen Karl May-Festspiele in Dasing nach der Premiere am Samstagabend gegeben. Die Crew um Intendant Fred Rai darf zufrieden sein: Ein volles Haus zum Auftakt, Kaiserwetter und begeisterte Zuschauer im Karl May-Jahr 2012, genau 100 Jahre nach dem Tod des berühmten deutschen Schriftstellers.

Regisseur Peter Görlach hat es verstanden, Action und Abenteuer mit Romantik und viel Gefühl zu einer temporeichen Aufführung zu verbinden. Vor allem die vielen Details machten das Stück zu einem besonderen Erlebnis, lobte Premieren-Stargast Karin Dor. Die ehemalige Ribanna-Darstellerin aus den Winnetou-Verfilmungen, die als einziges deutsches Bond-Girl Filmgeschichte schrieb, nahm sich viel Zeit für ihren Besuch in Dasing. Sie verfolgte nicht nur das Geschehen auf der Bühne hautnah, sondern nahm sich auch viel Zeit für ihre Fans, gab Autogramme und posierte für gemeinsame Fotos.

Karin Dor fühlte sich merklich wohl inmitten der Dasinger Karl May-Familie, ebenso wie Schauspieler Claus Biederstaedt, der zu seiner aktiven Zeit eher im Krimi-Genre des Edgar Wallace zuhause war. Er genoss die Western-Atmosphäre und ließ sich selbst die Premierenparty nach der Aufführung nicht entgehen. Da bewies Winnetou-Darsteller Matthias M., dass er nicht nur als Apachenhäuptling eine gute Figur macht, sondern auch musikalisch als Garth Brooks-Interpret zu den besten in Deutschland gehört.

Den Winnetou spielt er heuer das achte Jahr in Folge; Fred Rai gibt in bewährter Weise den Bösewicht und beeindruckt mit zum Teil spektakulären Auftritten zu Pferd. Mit Helmut Urban schlüpft ein Neuling in die Rolle des Old Shatterhand, der in der Szene aber längst kein Unbekannter ist: Er stand auf allen österreichischen Karl May-Bühnen, zuletzt im kärtnerischen Winzendorf. Neu im Ensemble ist auch Reinhold Meier, der als Zauberer des Wilden Westens für den komischen Part zuständig ist, ebenso der TV-Moderator Volker Waschk in der Rolle des Bloody Fox, der als einziger die sagenumwobene Diamantenmine im Llano Estacado kennt und deshalb von den Geier-Banditen in ihrer Gier nach Reichtum in Schach gehalten wird. Zur selben Zeit taucht in der Wüste der Geist des Llano Estacado auf. Wo immer der geheimnisvolle Reiter zu sehen ist, findet man kurze Zeit später einen erschossenen Geier-Banditen.

Die Irrungen und Wirrungen des Stücks werden erst ganz zum Schluss in einem spektakulären Finale entschlüsselt, wenn Winnetou 10 Meter über dem Bühnenboden auf einer Hängebrücke gegen die Geier-Schurken kämpft, umrahmt von spektakulären Explosionen und pyrotechnischen Effekten. Stolz und zufrieden zeigte sich Intendant Fred Rai nach der Premiere: Der Aufwand der vergangenen Monate habe sich gelohnt und Regisseur Peter Görlach, „der Mann der tausend Ideen“, einmal mehr bewiesen, dass er ein wahrer Karl May-Kenner ist. Der Funke der Begeisterung sprang auf das Premierenpublikum über. Bis 23. September ist noch jeden Samstag (16 und 20 Uhr) sowie sonn- und feiertags (17 Uhr) die Gelegenheit, in die wunderbare Welt des Märchenerzählers Karl May einzutauchen, dessen Ideen und Werte auch 100 Jahre nach seinem Tod hoch aktuell geblieben sind. 

Mehr Informationen und Tickets unter www.karlmay-festspiele.de

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 Old Shatterhand und Winnetou haben wieder alles zum Positiven gewendet...


Intendant Fred Rai gibt als Schauspieler in bewährter Weise den Bösewicht 



Karin Dor fühlte sich merklich wohl inmitten der Dasinger Karl May-Familie, ebenso wie Schauspieler Claus Biederstaedt