Die Sage vom Reiterbrunnen  

Im einzigartigen und schönen Kirrberger Tal, man sagt auch im Lambsbachtal - dort wo die Käshofer Strasse das Tal kreuzt liegt am rechten Bachufer der berühmte Reiterbrunnen.

Dazu gibt es eine Sage, über die ich hier berichte, nachdem ich gestern dort entlangspaziert bin:

Im Bache aber, der das Tal durchfliesst, heisst eine länglich runde Erweiterung des Bettes der 'Reiterbrunnen'. Dieser soll seinen Namen von folgender Begebenheit haben. Als im Dreißigjährigen Kriege Gallas nach der Nördlinger Schlacht in den Westrich eindrang, wurde einer seiner Offiziere mit wichtigen Meldungen von einer Abteilung Reiter des Herzogs Bernhard von Weimar aufgespürt und verfolgt. Die Hetzjagd kam das Tal herauf, und der bedrängte Offizier wollte gerade über den Bach und seitwärts in den schützenden Wald gelangen. Da sprang sein Pferd unglücklicherweise in das Bachbett, und sofort versanken Mann und Ross vor den Augen der Verfolger. Auch erzählt man sich, dass der Reiter plötzlich drei weisse Gestalten gesehen habe, die ihm von der gefährlichen Stelle aus zugewinkt hätten und denen er in sein Verderben gefolgt sei.

Auch heute kann man die Stelle nicht betreten ohne einzusinken , es wrden bereits Nachforschungen mit sieben aufeinandergestellten Bäumen gemacht - man findet keinen festen Boden in dem sumpfigen Grund.

 

Quelle : Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar von ihren Quellen bis zur Mündung. Saarbrücken 1952,

 Nacherzählung nach Karl Lohmeyer, Die Sagen der Saar, S. 318

 

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