Dieter Boubong: ein Trapper und Westernreiter der VFD mit 70

Es gibt ihn wirklich, den Typ Mensch aus Schrot und Korn. Wobei im nachfolgenden Fall bei Schrot eher „blaue Bohnen“ gemeint sind und bei Korn eher das von Kimmel und Korn.

Dieter Boubong ist so einer aus Schrot und Korn, wenn wir auch die vorher ausgeführte Interpretation verwenden. Denn ein echter Trapper kennt sich mit Waffen aus dem wilden Westen  aus. Doch wie soll ein Mann auch anders werden, wenn er mit Karl May, Lederstrumpf und diversen Filmen, die seinerzeit alle im Westernmilieu gespielt haben, aufgewachsen ist und dann auch noch live mitgekriegt hat, wie die Amerikaner den Deutschen nach dem Krieg geholfen haben?

So war es auch bei unserem Dieter, der seit dieser Zeit ein begeisteter Westernfan und Amerikafreund geworden ist.  Und diese Liebe ist ihm, wie auch anderen Infizierten, bis ins „Alter“ treu geblieben. Kein Wunder also, daß Dieter Boubong am liebsten im Trappergwandl und im Cowboyoutfit mit Cowboyhut rumrennt.  Und natürlich braucht ein echter Cowboy auch ein echtes Pferd. So hat Boubong zwar erst mit 30 Jahren, dann aber um so heftiger, mit der Reiterei begonnen, natürlich Westernreiten und sich dann auch selbst ein Pferd zugelegt. Ohne seinen Bronco hat es Dieter früher gar nicht gegeben. In seiner reiterlichen Ausbildung hat Dieter auch auf den bekannten Trainer in der kalifornischen Reitweise Yean-Claude Dysli zurückgeriffen.

So war es auch kein Wunder, daß Dieter Boubong immer fleißiger geritten ist, auch Wanderritte mitgegangen ist und dadurch bereits 1976 zur VFD, der Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer Deutschland e. V., zum Landesverband Bayern gekommen ist. Hier war er schnell die rechte Hand vom damaligen Gründungsmitglied und langjährigem VFD Vorstand Dr. Josef Cichon, den alle nur Joe genannt haben.

Gemeinsam mit Cichon ist Boubong auch die frühen Wurmdorfritte und Waldmünchenritte mitgegangen. Nach der aktiven Zeit von Joe hat Dieter dann diese großen zum Teil berüchtigten Ritte auf eigene Regie jahrzehntelang mit der VFD zusammen weitergeführt. Der Wurmdorfritt und auch der Waldmünchenritt, der ja auch ein Sternritt ist, zählen seit dieser Zeit zu den beliebtesten Reitveranstaltungen im Wanderreiten in Bayern.  In dieser Zeit und sogar bis dieses Jahr noch hat Dieter viele Ämter in der VFD erfolgreich ausgefüllt und viel Positives für „seine VFD“ getan. Neben dem langjährigen stellvertretenden Landesvorsitzenden von Bayern war Boubong auch noch Vorsitzender vom Bezirksverband Oberbayern und Schatzmeister vom Landesverband Bayern bis hin zum Leiter der bayerischen Geschäftsstelle. Und die hat es dem Datenverarbeitungsfachmann von BMW, der eigentlich gelernter Speditionskaufmann ist, besonders angetan.

Denn Dieter hat schon früh für die VFD Computer angeschafft, eine Vereinssoftware eingeführt,  das Personal eingearbeitet und so selbst auch die Buchhaltung des Pferdeverbandes abgewickelt. Und das alles neben seinem Beruf und neben dem intensiven Pferdehobby. Und das mit der Buchhaltung ist Dieter sogar bis heute geblieben – wer sollte es auch besser machen, besser können? Sein Nachfolger im Schatzmeisteramt ist froh, daß er immer noch auf die Dienste von Dieter Boubong zurückgreifen kann. Denn auf den Boubong ist Verlaß und Dieter weiß was und das schon seit ewigen Zeiten.

Nun versucht Dieter Boubong etwas ruhiger zu leben, alle Ämter sind in jüngere Hände abgeben worden und Dieter kann sich nun voll seiner lieben Frau und dem Hund kümmern und seinem Hobby Pferd und dem Wanderreiten frönen.

Am 9. September 2009 ist der gebürtige Münchner 70 Jahre alt geworden. Da bleibt noch viel Zeit für viele schöne Wanderritte und ein paar freundliche Bierchen z. B. im Red Grizzly Saloon auf den zukünftigen AMERICANAS oder auch sonst wo – denn mit Dieter kann man jederzeit auch gerne mal „einen heben“, ein echter Trapper ist eben nicht zimperlich!  Weiter so Dieter, noch viele Jahre!  

Hufflüsterer Bernhard

wünscht dem Dieter Boubong, der auch begeisteter HUFGEFLÜSTER Leser seit frühen Tagen ist, alles Gute zu seinem heutigen Jubiläum, dem 70sten Geburtstag, natürlich vor allen Dingen Gesundheit. Man sieht sich - in der deutschen Westernszene ohnehin immer wieder…