Dressur ist kein „Blood Sport“!
 
Status Quo:
 
Es gibt bisher keine explizite Regel, die festlegt, was mit einem blutenden Pferd in einer Dressurprüfung zu geschehen hat. Bisher wurde sich an Art. 401 des FEI-Reglements orientiert, welcher das Wohl des Pferdes in den Vordergrund stellt. Demnach 
wurde jedes blutende Pferd in einer Dressurprüfung abgeklingelt und disqualifiziert.
FEI-„Blood Rule“, Beschlussvorlage für die Versammlung vom 11.-14.11.2011: 
Eine eigene Regel soll festlegen, wie mit blutenden Pferden im Dressurviereck umgegangen wird. In der Regel sollen sie wie bisher disqualifiziert werden. Mit einer 
gewichtigen Ausnahme: Bei Championaten wird zwar abgeklingelt. Handelt es sich 
nach tierärztlicher Prüfung aber um eine „minderschwere Verletzung“, darf der 
Reiter mit seinem Pferd die Prüfung an der Stelle fortsetzen, wo sie unterbrochen 
wurde.
 
Argumente der Befürworter:
1. Bei Championaten führe der Ausschluss eines Pferdes gleich zum ganzen Teamausschluss. Dies sei bei minderschweren Verletzungen nicht verhältnismäßig.
2. Reiter und Pferde bereiteten sich jahrelang auf Ereignisse wie Weltreiterspiele vor. Wenn ein einfaches sich-aufdie-Lippen-beißen des Pferdes zum Ausschluss führe, sei dies ebenfalls unverhältnismäßig
3. Gibt es ähnliche Regelungen schon im Spring- und Vielseitigkeitsport.
Argumente der Gegner
1. Der Dressursport verkörpert Leichtigkeit und Harmonie mit dem Partner Pferd. Jeder Blutstropfen konterkariert 
dieses Bild und führt es ad absurdum.
2. Mit der „Blood Rule“ wird der sportliche Erfolg einer Mannschaft über das Wohlergehen des Pferdes gestellt. Das ist 
nicht vereinbar mit den ethischen Grundsätzen und Leitlinien der FEI.
3. Das Ausscheiden eines Paares wegen beispielsweise eines blutenden Pferdemaules, mag menschlich gesehen für 
den Reiter tragisch sein. Im Sinne des Pferdes ist die Disqualifikation unumgänglich. Da Pferde keine Schmerzenslaute von sich geben können, muss jede äußere Verletzung zum Prüfungsausschluss führen. Jede andere Entscheidung 
degradiert das Pferd zum Sportgerät. Auch dies ist unvereinbar mit dem FEI-Reglement.
4. Nur weil es ähnliche Regelungen in anderen Pferdesportbereichen schon gibt, macht es sie nicht richtiger.
5. Auch wenn die „Blood Rule“ „nur“ bei Championaten gelten soll, hat sie über deren Grenzen hinaus eine große 
Vorbildfunktion. Für jeden anderen Reiter weltweit wird somit signalisiert: „Ein wenig Blut, ist nicht so schlimm.“  Ein 
Signal, das nicht nur Tierschützer auf die Barrikaden treiben wird.
6. Mögliche Sponsoren und Turnierausrichter werden es sich gut überlegen müssen, ob es in ihrem Sinne ist, wenn 
TV-Kameras Bilder von blutenden Pferden übertragen und  die Tiere nach kurzer Zeit erneut ins Stadion einreiten 
dürfen.
7. Es ist kein Geheimnis, dass auf olympischer Ebene das Dressurreiten ohnehin ein „Abschusskandidat“ ist. Bilder 
von blutenden Pferden dürften die Unbeliebtheit noch steigern.
8. Allein die Diskussion stößt auf großes Unverständnis – auch und insbesondere bei Nicht-Pferdeleuten. Es ist nicht 
vermittelbar, dass ein verletztes Pferd an einem Wettkampf weiter teilnehmen darf. Eine „Blood Rule“ schadet also 
insgesamt dem Pferdesport.
In diesem Sinne: Bitte engagieren Sie sich FÜR die Pferde und sprechen Sie 
sich gegen die „Blood Rule“ aus. Für einen sauberen, fairen Sport! 
Unterzeichnen Sie bitte die Petition unter www.no-fei.com
Ihre Stimme macht den Unterschied!
 

Bitte unterstützen Sie uns, damit wir so viele Unterschriften wie möglich gegen die Blood Rule und für die Pferde sammeln können!

Unterschreiben Sie bitte die Petition hier!

 
V.i.S.d.P.: Netzwerk Fair zum Pferd | Claudia Sanders | Hanfer Str. 22 | D-53773 Hennef |
Tel.: +(49) 2242/8730 420 | www.fair-zum-pferd.de | www.no-fei.com | Foto: Julia Rau