Ein Turnier ohne Equipmentmanager ( früher TT ), was habe ich mir nur dabei gedacht..

 

Klar, dass schaffe ich, ein Turnier völlig alleine anzugehen.. mit einem Pferd, was nicht gerne in den Hänger geht, einen Turnierort den ich nicht kenne.. kein Problem..oder doch??

Wagemutig nannte ich das Pfingstturnier auf Barbers home.. sollte doch alle Prüfungen laut Ausschreibung der Lk 4 am Freitag stattfinden.. ha, da fahre ich doch morgens hin und nachmittags wieder zurück.. fertig ist der Turniertag.. und so viele werden an einem normalen Arbeitstag ja wohl nicht nennen.. Hektik kommt da bestimmt keine auf..

Nach der Nennung stellte sich aber heraus, dass mein neues Pferd das Hänger verladen total unlustig findet und wir auch schon mal 2 Stunden brauchen mit 3 Mann zum verladen...SUPER... dann kam die Zeiteinteilung.. erste Prüfung 14 Uhr, 2. prüfung 19.20 Uhr und 3.

Prüfung irgendwann viel später..

 

Völlig überheblich( Stress macht mir ja nix aus und Schlaf brauch ich auch nicht viel) hatte ich mich aber für Pfingstsamstag- Pfingstmontag für die jeweilige 12 Stunden Tagesschicht an der Arbeit einteilen lassen..

allmählich bekam ich doch angesichts des Zeitplans und der Verladeunlust meines Pferdchens Magenschmerzen und so fragte ich doch für eine Box von Donnerstag auf Freitag und den gesamten Freitag an..

Zum Glück war jemand abgesprungen und Joker bekam seine Box.

Um jeglichem Stress aus dem Weg zu gehen, reiste ich dann schon am Donnerstag an ( Joker ließ sich gnädigerweise in 20 Min. verladen) und so konnten wir noch ein paar Runden in der neuen Halle drehen.. aber es ist ja ein Riesenaufwand, wenn man das Pferd nicht am Hänger, sondern in einer Box hat.. was man da alles ALLEINE schleppen muss.. Sattel Trense, Putzzeug, Stiefel, Pad, Wassereimer, Futtereimer, Futter.. usw Geschlafen wurde im Auto, während Joker völlig entspannt in einer Box ruhte.

Zum Frühstück gab es beim Turnier dann schon lecker Rührei und allmählich, trotz Zeitverzug im Turnierplan, setze das Magenkribbeln ein.. habe ich alles bei der Box schon liegen, die richtigen Klamotten an, sitzen die Haare, hat mein Pferd noch Stroh im Schweif, wer macht die Chaps richtig.. wer hält meine Brille.. Oh Gott wie schaff ich das alles nur..zum Glück habe ich eine ebenfalls ohne TT angereiste Teilnehmerin kennen gelernt ( Bianca  - Galu aus Witti) und so unterstützten wir uns gegenseitig.

Die Prüfungen liefen gut, sehr gut und so konnten wir nach der letzten Prüfung gegen 22.30 völlig fertig vom Pferd steigen..Oh Gott, so spät schon.. ich muss um 6 Uhr an der Arbeit sei und noch 2 Stunden Fahrt liegen vor mir.. es muss aber alles noch, inkl. Pferd in Hänger und Auto verstaut werden..

Noch in Showklamotten fing das Gerenne zum Auto an,und ich kam mächtig ins schwitzen, bis alles verstaut war..

 

Dann das Entsetze: Im Hänger funktioniert das Licht nicht, und mein Hü geht doch schon sooo gerne drauf..

GALU war so lieb und behielt im Gegensatz zu mir beim Verladen auch die Nerven ( mein Blick ging immer nur zur Uhr) und so konnten wir mithilfe von Taschenlampe und einigen Tricks ihn doch nach gut 25 Min verladen ( DANKE GALU ) Eigentlich wollte ich noch die tollen Bilder vom Turnierfotografen anschauen, doch angesichts der Uhrzeit verging mir die Lust( dann halt übers Internet bestellen) und um 23.15 Uhr fuhr ich von Barbers Home in Rtg Heimat.. Schokolade, Chips und Cola versüßten mir den einsamen Heimweg, gegen die anschleichende leichte Müdigkeit wurde Schlager lauthals mitgesungen (gut, dass mich keiner gehört hat) und so kam ich gegen 01.30 Uhr endlich zuhause an.. Pferd in seine Box, Heu rein und dann ab in die Falle. Morgens, besser gesagt 2,5 Stunden später klingelte der Wecker wieder, raus, Pferde füttern, duschen und ab an die Arbeit..Auto ausräumen, Hänger saubermachen? wann denn?? zum Glück konnte ich das Auto meines Mannes nehmen und er war so lieb und hat tagsüber mein Auto und Hänger ausgeräumt (knutsch)...Mitleid habe ich keines von ihm bekommen, als ich abends todmüde nach hause gekommen bin ( Bist doch selber schuld, du musst ja nicht zum Turnier, es zwingt dich doch keiner)

 

mein Fazit : Ein Turnier ohne Equipmentmanager ist machbar aber sehr sehr stressig.

 

Vielen dank an Barbers Home für die kurzfristige zu Verfügungstellung der Box, an Galu fürs Verladen und an meine Mann für Auto/Hänger aufräumen

 

Michaela Schneider