Reitkurs mit Ute Holm auf der White Horse Ranch

 

 

Heiß und kalt – so kam das Wochenende vom 17./18. Juli daher. Die Reiter störte es wenig, dass man am Sonnabend eigentlich eher ins Freibad hätte gehen sollen und am Sonntag dafür fast erfroren ist, sie mussten sich viel zu sehr konzentrieren. Ute Holm war für ein Wochenende zu Gast auf der White Horse Ranch, um ca. 20 Reitern und ihren Pferden zu helfen, besser miteinander zu arbeiten. Manche nahmen an beiden Tagen teil, andere wiederum hatten nur einen Teil des Kurses gebucht. Die Wünsche der Reiter waren vielfältig: Neues lernen, Altes auffrischen, Gewohnheiten ändern. Von Sitz und Hilfengebung über Beschäftigung eines hochmotivierten Pferdes, von Galoppwechselübungen über das Verstehen und Nachreiten eines gut ausgebildeten Turnierpferdes bis zum Umstellen auf Bit. Ute hatte für jeden ein paar Kniffe parat und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Trotzdem sie mit gebrochenem Bein anreiste, hielt sie an beiden Tagen tapfer von morgens bis abends aus. Dass sie nicht selbst zur Demonstration auf das eine oder andere Pferd steigen konnte, war schade, aber nicht zu ändern. Umso wichtiger waren ihre Erklärungen.
Wie ein roter Faden zog sich durch alle Übungen die „einfache“ Weisheit: Ein Pferd kann die gestellten Aufgaben nur dann gut erfüllen, wenn es mit aufgewölbten Rücken und aktiver Hinterhand unterwegs ist. Eine gute und einfache Übung dafür ist das sogenannte „Kleeblattreiten“. Vier Pylone werden im Viereck aufgestellt. In allen Gangarten kann man nun Anspannung und Entspannung üben, indem man die Pylone so eng wie möglich umreitet (Spannung, Biegung, Stellung), durch die Mitte des Vierecks reitet (Entspannung, geradeaus, loslassen), den nächsten Pylon umrundet, wieder durch die Mitte reitet usw. usw. usw…
Ein weiterer wichtiger Punkt: Takt, Rhythmus, Losgelassenheit. Und zwar bei beiden: Pferd und Reiter. Es klingt mittlerweile wie eine abgedroschene Phrase, ist aber immer aktuell. Wenn der Reiter nicht auch selbst rhythmisch mit seinem Pferd mitgeht und „losgelassen“ sitzt, stört er das Pferd und das geplante Manöver geht schief.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch wenn die grundlegenden Punkte schon bekannt waren, wieder mal ausgesprochen und mit Übungen und Beispielen unterlegt, stellt sich doch immer wieder ein Aha-Effekt ein, der beim Trainingsalltag weiterhilft und motiviert. Bis zum nächsten Kurs gibt es viele Hausaufgaben zu lösen. Dann wird man sehen, ob`s geholfen hat.
Vielen Dank an Ute und die Leute von der White Horse Ranch für zwei spannende, aber auch anstrengende Tage!

 

 

Sabine Mai