Aktuelles vom  Pferdezentrum Ansbach 

Fachtagung der Persönlichen Mitglieder (PM) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)  am Pferdezentrum in Ansbach.

 

 

Am 7.Januar 2015 fand eine Fachtagung der Persönlichen Mitglieder der FN am Pferdezentrum  Franken in Ansbach statt. Über 70 Personen nahmen an der Fachtagung teil und folgten interessiert den Ausführungen von Dieter Lauterbach. Unter dem Motto Dressurarbeit mit Fahrpferden“ erklärte der amtierende Mannschaftsweltmeister der Einspännerfahrer, Pferdewirtschaftsmeister und Hauptsattelmeister am hessischen Landgestüt  eindrucksvoll, worauf beim Dressurtraining von Fahrpferden geachtet werden sollte.

 

Im theoretischen Teil erläuterte Dieter Lauterbach anhand einer Power - Point Präsentation, welches Training sich zur Vorbereitung auf die Dressuraufgabe eignet und  wie das Fahrpferd dabei fit und motiviert bleibt. Besonders ging er auf die verlangten Lektionen ein und machte anhand einer Grafik deutlich, welche Lektionen innerhalb einer Aufgabe mehrfach verlangt werden, und daher auch vermehrt trainiert werden sollten. Aus diesem Grund richtete Dieter Lauterbach sowohl im Theorie- als auch im Praxisteil sein Augenmerk vor allem auf Übergänge und Tempo-unterschiede. Der Referent machte auch deutlich, dass die Beurteilung der einzelnen Lektionen durch die Richter immer abhängig von deren Sitzposition ist und somit durchaus auch unterschiedliche Noten für die gleiche Lektion gegeben werden können. Besonders wies Dieter Lauterbach darauf hin, den Fahrpferden  möglichst viel Abwechslung zu bieten. So sollte z.B. Cavalettiarbeit, Geländereiten – und Fahren, aber auch Bodenarbeit mit einbezogen werden. Für unverzichtbar hält er den regelmäßigen Koppelgang.

 

 

 

Im praktischen Teil stellte zunächst Pia Zenkel den16 jährigen Wallach Gandhi vor.

Dieter Lauterbach arbeitete mit diesem Gespann vor allem an der Losgelassenheit. Unter anderem konnten die Teilnehmer deutlich erkennen, wie sich die Lektion „Leinen aus der Hand kauen“  im Laufe der Trainingseinheit deutlich verbesserte. Zudem verlangte der Referent immer wieder Übergänge, Tempounterschiede und gebogenen Linien. Auch achtete er auf die korrekte Vorbereitung der Lektionen und den gezielten Einsatz der Peitsche.

Anschließend stellte Manuela Mitnacht  das 12 jährige Deutsches Reitpony Midnight's Sindbad vor. Hier ging es Dieter Lauterbach zunächst um die Aktivität der Hinterhand. Über Tempounterschiede und Übergänge auf gebogenen und geraden Linien verbesserte sich das Engagement der Hinterhand und so konnten dann auch engere Linien und halbe Volten gut demonstriert werden. Besonderen Wert legte Dieter Lauterbach bei diesem Gespann auf das korrekte Fahren auf der Mittellinie und das ruhige Halten.

 

Dieter Lauterbach wies immer wieder darauf hin, welch großen Stellenwert  die Grundlagenarbeit für die Ausbildung des Fahrpferdes und für Vorbereitung einer Dressuraufgabe hat. Für die Reiter unter den Teilnehmern war schnell klar, dass die korrekte Ausbildung des Fahrpferdes  im Hinblick auf die klassischen  Ausbildungsgrundsätze analog zur Ausbildung des Reitpferdes erfolgt. So konnten nicht nur die Fahrsportler, sondern auch die Reitsportler viele Anregungen zur Optimierung der Dressurarbeit mit nach Hause nehmen.

kp

 

 
Verband d. RuFV Franken