Hufflüsterer unterwegs: 

 

Die internette Pferdezeitung präsentiert für seine Leser Zugfahrzeuge

 

Es ist nicht verwunderlich: In unserer neuen Serie – Zugfahrzeuge ab 2 Tonnen Zugleistung - präsentieren wir von der Redaktion HUFGEFLUESTER.EU von unserer internetten Pferdezeitung dieses Mal den OPEL Antara. Gut, ich bin erblich vorbelastet, gebe ich zu. Ich bin praktisch mit OPEL aufgewachsen. Mein Vater, Walter Schormair, war im OPEL Vertrieb jahrzehntelang bei Häusler in München tätig, hat für die Interleasing mit aufgebaut und fuhr immer neue Vorführwagen. Hat mir als Kind und Jugendlicher immer sehr imponiert und als junger Mensch habe ich im Familiensinne dann auch eine Ausbildung zum Automobilkaufmann abgeschlossen bei der MAHAG München, also bei VW, Audi und Porsche. Lange Jahre habe ich als ausgebildeter VW Mann trotzdem aus Überzeugung OPEL gefahren, zuletzt einen mit HUFGEFLÜSTER beschrifteten Campo Pick - Up. 

Daher hat es mich echt gefreut, zum Präsentationsstart der Zugfahrzeuge zuerst den noch jungen Antara ausgeliehen bekommen zu haben. OPEL hat leider sehr lange gewartet, um einen Nachfolger des viel gefahrenen Frontera auf die Beine zu stellen. Schließlich war OPEL mit dem Frontera mal Marktführer im Geländewagenbereich, als dieser Markt in Deutschland gerade zum Explodieren kam. Der Fronterea war mit seinen Starrachsen noch eine Art Urtyp Geländewagen. Und so fuhr natürlich auch – aber die anderen waren damals auch nicht besser. 

Der erst 2006 vorgestellte OPEL Antara hat damit natürlich nichts mehr gemeinsam. Er ist sehr spät ins Programm gekommen und muß sich seinen Markt im Geländewagenbereich erst wieder neu erkämpfen. Beste Anlagen dafür sind sicher vorhanden.

Der Antara ist kein Geländewagen im klassischen Sinn, sondern ein moderner Nachfahre, ein SUV eben, ein neudeutsch Sport Utility Vehicle genannter Fahrzeugtyp. 

Diese Spezies moderner Geländewagen versucht den Spagat zwischen geländefähigem Fahrzeug und sicherheitsrelevanten und verbrauchsfreundlicheren Geländewagen für die „Neuzeit“ mit günstiger Abgaswerten zu schaffen. Auch wenn es den Fahrzeugnutzer wundert, es wurde geschafft – von OPEL genau so wie mittlerweile von vielen Fahrzeugherstellern. 

Und weil das so ausgezeichnet von den Autoherstellern geschafft wurde, ist dieses Fahrzeugsegment auch weiter so beliebt. Beliebt besonders auch als Zugfahrzeug.

Die klassische Limousine liegt in der Regel ein gutes Stück unter zwei Tonnen Zuglast, die man für einen ordentlichen Anhängerbetrieb mit Pferden im Hänger aber benötigt. Und hier ist daher auch der Antara als Zugfahrzeug für den Betrieb mit Pferdeanhänger geeignet. 2 Tonnen schafft der als vier Zylinder Diesel oder sechs Zylinder Benziner allemal.

Und der OPEL macht sowohl vor dem Pferdeanhänger, sowie auch in der Pferdezene oder in der Umgebung von Pferden und Pferdeleuten eine ausgezeichnete Figur. 

Den OPEL Antara habe ich entführt zu einem „Stelldichein“ auf der Olympia Reitanlage in München Riem, auf der Münchner Galopprennbahn, auf der Trabrennbahn München Daglfing und bei einem bewährten Offenstall in Gauting/Buchendorf, dem Woaz’nacker, einer Pferdehaltergemeinschaft. 

Vom OPEL Antara habe ich bei meiner Testfahrt einen ausgezeichneten Eindruck gewonnen.

Der im Testfahrzeug eingebaute Dieselmotor war ein ausgezeichneter Begleiter und vermutlich auch die ideale Motorisierung. Hohes Drehmoment und geringer Verbrauch zeichnen diese Motorisierung aus. Außerdem ist das Aggregat leise, angenehm  und durchzugsstark.  Von einem Turboloch war jedenfalls auch nicht zu spüren. Das Fünfganggetriebe hat sich leicht und exakt schalten lassen. Natürlich ist auch eine Automatik lieferbar. Der Bordcomputer hat Verbrauchswerte um die sieben bis acht Liter Diesel angezeigt. Für 150 Diesel PS ist das kein schlechter Wert. Überholvorgänge und zügiges Fahren stellt also kein Problem dar. Die Karosserie ist übersichtlich, modern und in meinen Augen optisch gut gelungen. Man sitzt höher, als in manch anderen SUV’s, durchaus ein erhabenes Gefühl. 

Der Komfort ist absolut PKW gemäß. Das Geländewagengefühl kommt (fast leider) nur noch durch die hohe Sitzpostion und den Vierradantrieb auf. „Bullenfänger“ und außen liegendes Reserverad sind nicht mehr zu finden und gehören aus Sicherheits- und praktischen Gründen der Vergangenheit an.  Dennoch ist der optische Auftritt der Karosse durchaus rustikaler als bei einer Limousine oder bei einem Kombi. Nicht zu vergessen ist da noch das üppige Platzangebot. Auch auf den Rücksitzen lässt es sich angenehm reisen.

Weit öffnende Türen und die große Heckklappe erleichtern Zustieg und Beladung.

Alle Sitze lassen sich wie in einem Kombifahrzeug umklappen und somit wird gerade der für Turnierfahrer  oder Wanderreiter wichtige Platz für die Ausrüstungsgegenstände gewährleistet.  Für den Anhängerbetrieb ist auch ein spezielles Stabilisierungsprogramm erhältlich. Auch die Sicherheitsausstattung ist mit sechs Airbags und natürlich EBS zeitgemäß. 

Für die Westernreiter und Westernfan’s unter uns gibt es diesen Geländewagen übrigens auch noch in einer Spezialausführung: weitgehend baugleich als Chevrolet, genannt  dann Chevrolet Captiva. Für eingefleischte Westernreiter kann das durchaus von Bedeutung sein, wenn auf ihrem Auto Chevrolet steht, als OPEL. Obwohl beide Fahrzeuge größtenteils ohnehin aus Korea kommen. Aber heute sind wir ja eh „multikulti“.   

Ich war also wirklich sehr positiv beeindruckt von diesem modernen Geländewagen. Sicher, ein ganz echter Geländewagen ist das eigentlich nicht, aufgrund fehlender Geländeuntersetzung. Für Reiter und Fahrer und Pferdefreunde, die Pferde zu transportieren haben, reicht diese Art Soft-Geländewagen aber allemal, weil man damit jedes Anhängergespann aus einer Parkplatzwiese auch bei schlechten Wetterverhältnissen wieder herausbekommen kann. Hier ist ein Vierradantrieb genau so wenig zu verachten, wie bei Matsch und Schnee. 

Und echte Geländefahrer sind doch auch unter den Pferdefans nur die wenigsten, oderr?? 

Ich kann mir gut vorstellen, daß der OPEL Antara seinen Weg in Pferdeszene, wie früher schon der Frontera, der Monterey oder noch früher der Trooper finden wird.

Seine Anlagen sind erstklassig, auch wenn es dem Fahrzeug die Konkurrenz nicht gerade leicht machen wird. Denn mittlerweile ist das Angebot an guten SUV’s doch sehr groß geworden. Ausserdem ist schade, daß es keinen Pick Up aus dieser Serie geben wird. 

Bedanken möchte ich mich beim Hause OPEL Häusler, Niederlassung Feldkirchen, für das Verleihen des Testfahrzeuges und bei der Firma Bendix GmbH in Neuried.für das zur Verfügung stellen des Pferdeanhängers. 

Noch eine Begebenheit am Rande der Testfahrt: Auf dem Parkplatz der Firma Kiefl, Blumen, in Buchdorf  kam ein ungeplantes Zusammentreffen zwischen Jung und Alt zustand. Ein nettes Paar aus Planegg im OPEL Frontera hat meinen Antara verfolgt und fleißig gemustert. Sie haben mit erzählt, daß sie ihren Frontera bereits 14 Jahre lang fahren und immer damit immer zufrieden waren. Nun liebäugeln sie mit dem neuen OPEL Antara. Natürlich haben wir die Adressen ausgetauscht, die ich an meinen Testwagenlieferanten weitergeben habe. Würde mich nicht wundern, wenn die sich so einen neuen Antara zulegen würden. Da könnte ich fast ja neidig werden. Jedenfalls konnte ich dadurch den Antara neben dem Frontera fotografieren und siehe da, der Antara ist schon die deutlich stattlichere Erscheinung, was eigentlich nicht anders zu erwarten war. Eines ist vielleicht zu bedenken, noch in 2010 kommt ein kleine Modelwechsel, aber nur als Facelift, auf Intessenten zu.   

 

Hufflüsterer Bernhard

Natürlich voll in seinem Element beim Thema Zugfahrzeugpräsentation von Hufflüsterer unterwegs...

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