Der Kongress vom 11. Juni 2012

Ländliche Räume, regionale Vielfalt – wie gestalten wir unsere Zukunft?

 

Eingeladen hatten die Fraktionen im Deutschen Bundestag CDU/CSU und FDP.

 

Ich wählte das zweite Modul von drei möglichen, das so vielversprechend

„Tourismus fördern – Regionen attraktiver gestalten“ betitelt war.

Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marlene Mortler, hatte uns in ihrer Begrüßung eine „fruchtbare Diskussion“ gewünscht.

Herr Professor D. Matthias Feige hat während seiner Moderation zwar strikt auf die Einhaltung der Redezeiten geachtet; aber um es gleich vorneweg zu sagen:

Es gab keine Diskussion.

Es gab statt dessen für jeden Teilnehmer einen Zettel auf dem der eigene Name und der des Vortragenden an den die einzige Frage, die gestellt werden konnte, samt eben dieser Frage, zu vermerken war. Diese Zettel wurden eingesammelt und genau zwei Fragen wurden vom Moderator vorgelesen und von dem Gefragten beantwortet.

Ich hörte nichts wirklich Neues im Forderungskatalog der Vortragenden bis auf das, was Ute Mushardt, Vorsitzende der BAG Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus dann über die zu verbessernden Rahmenbedingungen mit viel Leidenschaft äußerte, das könnte auch uns Reitern und Anbietern im Reittourismus definitiv helfen! „…die baurechtlichen Möglichkeiten (seien) zu flexibilisieren.“

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. ist sich mit Dirk Dunkelberg, dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, darin einig, dass es ohne ökologische Nachhaltigkeit nicht geht. „Naturlandschaften sind Standortvorteil und wichtigste Ressource im Wettbewerb der Destinationen, ‚grüne’ Reisemotive gewinnen an Bedeutung.“

Die Wichtigkeit von Servicequalität und Qualitätstandards haben die Reiterhöfe längst entdeckt, was uns fehlt ist, die „erlebnisdichte durch Vernetzung (zu) verbessern, wie Dunkelberg es ausdrückte.

Ich habe die Freude gehabt, Herrn Dunkelberg einige Tage nach dieser Veranstaltung die mich quälende Frage stellen zu können: Warum denn der Reittourismus im Deutschen Touristikverband noch nicht angekommen sei, da dies doch ein eigentlich unübersehbarer Wachstumsmarkt und Jobmotor gerade im strukturschwachen ländlichen Raum sei.

Die Antwort eines Tourismusexperten auf den Punkt gebracht lautet: Wir führen immer noch ein Nischendasein, weil uns die bundesweite themenspezifische Bündelung sowie die nationale und internationale Vermarktung fehlt.

Letzteres gilt zwar für die gesamte ländliche Tourismusbranche, für uns aber ganz besonders, wenn wir aus unserem Nischendasein herauswollen.

 

Text und Bilder Jutta Schroer


Auf den Bildern zu sehen:

 

Begüßung:

Volker Kauder

Rainer Brüderle

 

Marlene Mortler MdB

 

Einführung:

Volker Kauder

Rainer Brüderle

 

Vorträge:

Dr. Gerd Müller MdB

Ernst BurgbacherMdB

 

Podiumsdiskussion (die nicht stattfand)

 

Mag. Hans Embacher, Geschäftsführer des Bundesverbandes Urlaub am Bauernhof in Österreich

 

Petra Hedorfer,

Dirk Dunkelberg,

Ute Mushardt,

 

Prof. Armin Brysch, Fachbereich Dienstleistungsorientierte BWL und Tourismusmanagement, Fachhochschule Kempten

Kurt Radtke, Geschäftsführer der Ostfriesland Tourismus GmbH

Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz

Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel tourismus Gesellschaft mbH