Möhrenbranche stellt sich neuen Herausforderungen

 

Bonn, 18. Januar 2013 (AMI) Neue Entwicklungen im Pflanzenschutz, in Anbau- und Erntetechnologie, aber auch im Verbraucherverhalten stellen die Möhrenbranche vom Saatguthersteller bis zum Handel immer wieder vor neue Herausforderungen.

Grund genug, sich auf dem gemeinsam von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und dem Rheinischen Landwirtschafts-Verlag (RLV) veranstalteten Möhrenforum über neue Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Diese Gelegenheit nutzten etwa 90 Teilnehmer aus 7 Ländern am 14. und 15. Januar 2013 in Bonn.

Eine der ganz großen Herausforderungen ist die Unkrautbekämpfung, und diese beginnt schon, bevor überhaupt der erste Möhrensamen im Boden liegt, so Holger Buck vom Ökoring. Denn Qualität und Quantität sind sowohl im biologischen als auch im konventionellen Möhrenanbau stark von einer erfolgreichen Unkrautbekämpfung abhängig. Aufgrund der zunehmend eingeschränkten Auswahl an Herbiziden werden auch für den konventionellen Möhrenerzeuger Methoden aus dem biologischen Anbau immer interessanter. Die Möglichkeit mit Fungiziden, Blattdüngung und Anwendungstechnik die Laubgesundheit zu fördern, erläuterte Dr. Norbert Laun. 

Eine weitere bedeutende Herausforderung für den Möhrenproduzenten stellt die Vermarktung dar. Der Konsument ist widersprüchlich und faszinierend zugleich, aber seine Wünsche gilt es ernst zu nehmen, so Dr. Johannes Simons von der Universität Bonn. Sonja Illert von der AMI beleuchtete nicht nur die vergangene Möhrensaison, sondern stellte auch fest, dass der Möhrenverbraucher ein vergleichsweise junger Konsument ist.

Der zweite Tag begann mit einer Vorstellung der Produktions- und Vermarktungs¬methoden in der Ukraine und Polen. Michal Groblewski stellte nicht nur den eigenen Betrieb in Polen vor, sondern nannte auch wichtige Entwicklungen im eigenen Land. Mardi de Graaf erörterte die Fragestellung, ob Möhrenimporte für Deutschland überhaupt noch zeitgemäß sind und inwieweit sich mit modernen Kühlhäusern die Saison in Deutschland verlängern lässt. 

Immer neue Schädlinge machen den Möhrenproduzenten zu schaffen. Zwar tritt der Drahtwurm an Möhren bisher nur regional begrenzt auf, eine Bekämpfung ist jedoch schwierig und hauptsächlich durch vorbeugende Maßnahmen möglich. Beim Roden von Möhren gilt es eine Balance zwischen qualitätsschonender und zeitsparender Ernte zu erreichen. Wie dies gelingen kann, erläuterte Karel Decramer von Dewulf aus Belgien. Auch Verpackungen bieten Innovationen, der Einsatz der Folie PEAKfresh würde sich deutlich qualitätserhaltend auswirken.

Das Thema Wetter hatte schon zu Beginn der Veranstaltung eine Rolle gespielt, erreichten doch einige Teilnehmer aufgrund des Schneefalls den Tagungsort später als geplant. Dabei lässt sich so ein Ereignis genau vorhersagen, so Dr. Michael Barbulescu. Er erklärte am Ende der Veranstaltung, warum der Wetterbericht so oft danebenliegt und wie man schon mit gewissen Grundkenntnissen zu verlässlicheren Informationen gelangen kann.

Zur AMI Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, Bonn:
Die AMI wurde auf Initiative der Wirtschaft am 2. Juni 2009 gegründet. Die Geschäftsfelder umfassen die Bereitstellung neutraler, unabhängiger Marktfakten und Informationen über die nationalen und internationalen Agrarmärkte. Insgesamt werden 15 Märkte in über 70 Marktprodukten analysiert, bewertet und kommentiert. Rund 40 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Bonn (Hauptsitz), Hamburg und Berlin. Geschäftsführer ist Christian Alter. Weitere Informationen auf www.AMI-informiert.de oder persönlich unter 0228-33 805 401.


 

 

 

 

 

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