Erst kürzlich fand ich auf einer der vielen Messen eine Karte.
Irgendwie weckte sie mein Interesse.
Ein rot uniformierter Recke auf einem Pferd zierte die Vorderseite und hinten war in großen Lettern  zu lesen -

"Husaren gesucht"

Pferde und kein typischer Reitsport ?
Das wollte ich näher wissen.
Schnell begann ich meine Recherchen und nach wenigen Tagen war der erste Kontakt hergestellt.
Da gibt es doch in Sachsen eine „Horde“ Gleichgesinnter welche dem Reiten sowie dem Nachstellen militärischer Ereignisse wohl gesonnen sind.

Ich wollte einen Artikel und die Jungens etwas Publikation und ehe ich mich versah erhielt ich folgende Information:




Preußische Husaren in Sachsen

Im Oktober 2009 wurde in Maxen der 250. Jahrestag der Schlacht bei Maxen begangen. In der Schlacht standen sich im November 1759 ein preußisches Korp unter General von Finck sowie die österreichische Armee unter Generalfeldmarschall Daun gegenüber. Die Österreicher gewannen. Zweihundertfünfzig Jahre später wurde die Schlacht nachgestellt. Die Hauptattraktion war der Auftritt unseres Husarenregiments in einer Stärke von 17 Reitern. Das hatte es in Deutschland in dieser Szene so noch nicht gegeben. Wir hatten alle großen Spaß und waren am Ende etwas wehmütig, als es vorbei war. Daraus wurde die Idee geboren, in dieser Sache weiterzumachen.

Um es deutlich zu sagen: Wir sind keine Militaristen oder Kriegsverherrlicher. Uns geht es um das authentische Erleben von Geschichte, soweit das möglich ist.
Wir interessieren uns dafür, wie die einfachen Soldaten gelebt und gekämpft hatten und welche Strapazen sie aushalten mussten. Außerdem ist gerade der Kampf zu Pferde ein signifikanter  Bestandteil unserer Kultur, was sich u.a. auch an unserer Sprache ablesen lässt.

Wir treffen uns vier bis fünf Mal im Jahr und üben vor allem das Reiten in der Formation bzw. Abteilung. Bei den Husaren kam es vor allem darauf an, Manöver in möglichst geschlossener Form durchführen zu können. Dabei gibt es zwei wichtige Formationen: die Linie, in welcher in der Regel die Attacke geritten wird und die Kolonne, in der die Bewegungen zum und vom Ort der Attacke durchgeführt werden. Der eine oder andere wird vielleicht fragen, worin denn da die besondere Schwierigkeit liegt. Dazu muss man wissen, dass Pferde überwiegend körpersprachlich miteinander kommunizieren. Für sie drückt die gegenseitige Stellung, also welchen Abstand sie zueinander haben und wer weiter vorn stehen darf und wer nicht, immer etwas Wichtiges aus. Das ranghöhere Pferd kann es meistens überhaupt nicht ab, wenn das rangniedere auf gleicher Höhe oder vielleicht vor ihm steht oder geht. Und außerdem darf die niedere Charge dem Übergeordneten keinesfalls zu nahe kommen. Demzufolge ist es schon eine gewaltige Herausforderung exakt auf einer Linie und das möglichst eng beieinander vorwärts zu reiten. Im Schritt klappt es meistens, aber richtig kompliziert wird es im Trab oder im Galopp. Zu Friedrichs Zeiten wurde das täglich geübt. Im Reglement vor die Königl. Preußischen Husaren-Regimenter , Berlin den 1. Decembris 1743 steht geschrieben: Weil die Hauptsache von einem Husaren ist, dass er gut reiten, und sein Pferd tummeln und wenden kann, wie er will, so muss auch der Offiziers ihre Hauptsorge sein, ihnen solches aus dem Fundament beizubringen, um aus ihren unterhabenen Leuten tüchtige Husaren zu machen. Geritten wurde, wie gesagt, täglich. Auch am Sonntag nach dem Kirchgang ging es nochmals zu einem Ritt ins Gelände.

Gut reiten zu können, bedeutet aber nicht nur, in Linie oder in Kolonnenformation voranzugehen, sondern man muss sich in jeder Situation auf dem Pferd halten können. Dazu steht im preußischen Reglement: Seine königliche Majestät verlangen, dass ein Husar zu Pferde so adrett sein soll, das er, wenn das Pferd im vollen Laufen ist, mit der Hand von der Erde was aufheben und einer dem anderen im vollen Jagen die Mütze abnehmen kann. Für die Verbesserung in diesem Bereich, toben sich die Maxener Husaren in verschiedenen Reiterspielen aus: Es gab schon diverse Geschicklichkeitsstaffeln oder es kämpften zwei Mannschaften Mann gegen Mann und versuchten, sich gegenseitig ein am Sattel befestigtes Tuch abzujagen.

Wir haben uns den Methoden der natürlichen Horsemanship verschrieben und suchen für uns und unsere Pferde Herausforderungen auf dem Reitplatz oder im Gelände. Punktgenaues Reiten in der Formation üben wir sowohl am Boden als auch im Sattel. Wir nehmen regelmäßig an historischen Darstellungen der Schlachten des Siebenjährigen Krieges teil und haben dabei jede Menge Spaß. Also - wer gut reiten kann, ein eigenes Pferd hat, sich für Uniformen, Kavallerie und Abenteuer mit Gleichgesinnten interessiert, der melde sich bei Jörn Krimmling, Maxener Str. 41a, 01809 Müglitztal, Mobil:0172 3526018,
Mail :  p.u.j.krimmling@t-online.de


Dienstplan                                                         

14.5.2011 Husaren im Gelände. Wir wollen die
natürlichen Gegebenheiten des Geländes
nutzen und unsere Pferde gelassener machen.

10.9.2011 Sommerexerzieren, Reiterspiele
und Biwak in Maxen

14.-16.9. Marsch zu den Katzenhäusern,
ganz authentisch in Uniform und mit
Trosswagen. Gemeinsam mit Infanterie

16.-18.9. Schlacht bei den Katzenhäusern,
die wir gewohnt professionell aufmischen
werden, mit Fahnenklau, Säbelkampf usw.



Maxen, den 17.4.2011
Jörn Krimmling

www.husaren-maxen.de


Na, wenn das mal nichts ist!?

Hufflüsterer "Gurke",24

für Euch unterwegs !

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10.05.2011 | 3471 Aufrufe