Ein Ergebnis wie aus dem Bilderbuch lieferten Michael und Markus Kölz beim EnBW OberschwabenCup in Ravensburg ab. In der 2. Qualifikation der Mittleren Tour, einer internationalen Punktespringprüfung mit Joker Klasse S, hatten beide 65 Punkte auf dem Konto. Allerdings war der jüngere Michael mit Lexus fast zwei Sekunden schneller, als Markus mit Graf Gandalf.

Beide sind waschechte Württemberger vom Burhhardshof in Waiblingen. Dort hält Markus Kölz noch immer die Stellung, obwohl der 32-Jährige seit Jahresanfang immer wieder nach Maichingen pendelt, wo die Pferde der GEZE-Chefin Brigitte Vöster-Alber trainiert werden, die er inzwischen auf Turnieren erfolgreich vorstellt.

Michael Kölz steht dem Familienbetrieb in Leisnig zwischen Leipzig und Dresden vor. Vater und Mutter leben ebenfalls seit nunmehr fast zehn Jahren in Leipzig und betreiben den landwirtschaftlichen Betrieb mit Pferdehaltung. „Das Reiten habe ich von meinem Bruder gelernt“, schmunzelt Neusachse Michael, der seinem Bruder inzwischen um Längen voraus ist, „wir sind ein reiner Familienbetrieb“. Er ist größer und gehört mit seinen 25 Jahren seit diesem Jahr sogar dem B2 Bundeskader an. Zu seinen größten Erfolgen zählt er  auf Anhieb zwei Ereignisse aus dem Vorjahr: Den Grand-Prix-Sieg in Gera und Rang neun bei der Deutschen Meisterschaft.

Platz drei ging übrigens an Susanne Behring (Steinhagen) mit Nesquick und beste Ausländerin wurde die für Österreich startende Sylvia Gugler  (Pfungstadt) mit Giovanni auf Platz zehn.

Jörn Rebien