Olympische Spiele nach Deutschland bringen: Deutliches Votum der Reiseindustrie für Ausrichtung der Winterspiele 2022 - Auch Sommerspiele mögliche Option

04.03.2013 | 06:00 Uhr

Frankfurt (ots) - Bei dem Thema "Olympische Spiele" gerät die deutsche Reiseindustrie ins Schwärmen. Jetzt haben die Entscheider der Branche erneut bekräftigt: Deutschland sollte bei der Bewerbung zur Ausrichtung der Olympischen Winterspiele im Jahr 2022 den Hut in den Ring werfen. Im Rennen um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 hatte Deutschland mit München als Candidate City gegenüber Pyeongchang in Südkorea das Nachsehen. Geht es nach den Entscheidern der deutschen Reiseindustrie, sollte für 2022 ein neuer Versuch unternommen werden, die Spiele nach München zu holen. Durch den Verzicht der USA auf eine Austragung der Spiele rückt München in den Augen von Olympia-Experten auf eine vielversprechende Pole Position. Doch die Zeit drängt - die Entscheidung für eine Bewerbung Deutschlands müsste mit 2013 in einem Jahr fallen, bei dem die Politik ihre Aufmerksamkeit auf die Landtags- und Bundestagswahlen konzentriert.

Bei der am Montag veröffentlichten Umfrage unter den Managern der Reiseindustrie durch den Travel Industry Club vertreten 75 Prozent der Befragten die Meinung, dass sich Deutschland um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 bewerben sollte. Nur 24 Prozent sind der Meinung, dass man sich angesichts der Wirtschafts- und Schuldenkrise erst gar nicht mit dem Thema "Olympische Spiele" befassen sollte. Und nur 19 Prozent sind der Meinung, dass Olympische Winterspiele vor dem Hintergrund der Klimaveränderung nicht mehr nach Deutschland passen.

Für 81 Prozent der Befragten wären Olympische Winterspiele in Deutschland ein "Segen für die Infrastruktur und den Tourismus". Und 80 Prozent der vom Beratungsunternehmen Trendscope Ende Februar 2013 befragten 204 Manager bewerten Mega-Ereignisse wie die Ausrichtung Olympischer Spiele als nachhaltig und immer als einen Gewinn für die Reiseindustrie. Somit sind 83 Prozent der Befragten der Meinung, dass Olympische Winterspiele Deutschland als Reiseland weltweit stärken würde. 84 Prozent der befragten Entscheider aus der Reiseindustrie sind auch der Ansicht, dass Großbritannien von der Ausrichtung der Olympischen Spiele und der Paralympics im vergangenen Sommer als Reiseland profitiert.

Die Manager der Reiseindustrie votieren nicht nur für eine Ausrichtung der Olympischen Winterspiele im eigenen Land: 72 Prozent sind auch der Meinung, dass Deutschland gut beraten wäre, sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele zu bewerben.

Dirk Bremer, Präsident des Travel Industry Club: "Die deutsche Reisebranche demonstriert hier sehr eindrucksvoll ihr Votum für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022. Der Ball liegt nun bei der Politik und den zuständigen Sportverbänden. Es wäre fatal, wenn Fristen verstreichen und mögliche Chancen aus wahltaktischen Überlegungen vertan würden."

Hintergrundinformation:

Der Travel Industry Club wurde im Jahr 2005 gegründet und hat sich als unabhängiger und einziger Wirtschaftsclub etabliert, in dem Macher und Beweger sämtlicher Segmente der Reisebranche organisiert sind. Die rund 650 persönlichen Mitglieder (Stand März 2013) sind führende Köpfe der Reisebranche. Zu den Mitgliedern gehören Führungskräfte von Verkehrsträgern, Hotellerie, Reiseveranstaltern, Reisemittlern, Flughäfen, Verbänden, Technologieanbietern, Versicherungen und Beratungsunternehmen sowie Pressevertreter und akademische Lehrbeauftragte. Der Club versteht sich als innovativer "Think Tank" der Branche und hat sich zum Ziel gesetzt, die wirtschaftliche Bedeutung der Reiseindustrie stärker ins Licht der Öffentlichkeit, der Medien und der Politik zu rücken. Bei verschiedenen Veranstaltungsformaten werden zukunftsweisende, wirtschaftlich relevante, gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Themen in die breite Diskussion gebracht. Der Travel Industry Club ist die zentrale Netzwerk- und Kommunikationsplattform für die Entscheider der Reiseindustrie und der im Wertschöpfungsprozess verbundenen Unternehmen, zeichnet Persönlichkeiten sowie herausragende Leistungen der Branchenteilnehmer aus und schafft die Bühne für eine gebührende öffentliche Wertschätzung der Branchenbelange. Weitere Informationen sind abrufbar unter www.travelindustryclub.de.

Pressekontakt:

Helen Bardtenschlager, Senior-Projektmanager 



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