Aktuelle Hintergrundinformationen:

Fragen und Antworten zur Legehennenhaltung in Deutschland

 

Justizbehörden ermitteln derzeit gegen landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, die in Verdacht stehen, beim Verkauf von Bio- und Freilandeiern gegen geltende Vorschriften verstoßen zu haben. Die Rechtslage ist eindeutig: In den EU-Rechtsvorschriften zum ökologischen Landbau wird genau definiert, wie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel, die als Öko-Produkte gekennzeichnet sind, erzeugt und hergestellt werden müssen. Die Überwachung der geltenden Gesetze – im Bereich des Tierschutzes und der Lebens- und Futtermittel ebenso wie bei den Sonderregelungen für den ökologischen Landbau – ist Aufgabe der zuständigen Länderbehörden vor Ort. Verstöße müssen von den Länderbehörden geahndet werden. Nachfolgend beantwortet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die häufigsten Fragen zu den Themen Legehennenhaltung und Bioproduktion:

 

Wie werden Legehennen in Deutschland gehalten?

Die Haltungsformen für Legehennen haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt und insgesamt deutlich verbessert: Einer der Hauptgründe ist, dass Deutschland die Haltung in konventionellen Batterie-Käfigen bereits zum 1. Januar 2010 verboten hatte – zwei Jahre früher, als es nach EU-Recht erforderlich gewesen wäre. Legehennen werden seitdem nur noch in Kleingruppen-, Boden- und Freilandhaltung sowie in ökologischer Erzeugung gehalten.

Das Käfigverbot in Deutschland hat zu einer deutlichen Veränderung der Produktionsstruktur geführt: Waren 2008 noch rund 60 Prozent der Legehennen in Deutschland in konventionellen Käfigen und Kleingruppenhaltung untergebracht, leben nach dem Verbot der konventionellen Käfige aktuell nur noch rund 13 Prozent in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen,  so das Statistische Bundesamt.

Zum Stichtag 1. Dezember 2012 wurden 36,6 Millionen Legehennen in Deutschland gehalten (erfasst werden Betriebe mit mindestens 3000 Haltungsplätzen) – das waren 7,5 % mehr als im Dezember 2011. Besonders hoch war der Anstieg mit 17 % in der ökologischen Erzeugung. Auch die Haltung der Legehennen in Boden­haltung (+ 8,9 😵 und in Freiland­haltung (+8,7 😵 nahm zu. Legehennen in Käfig­haltung gingen hingegen um 4,2 % zurück.

Die Stallkapazität liegt derzeit bei rund 42 Millionen Haltungsplätzen. 26,8 Millionen Plätze (64 😵 entfallen auf die Bodenhaltung, 6,1 Millionen (14,6 😵 auf die Freilandhaltung, 5,5 Millionen (13,2 😵 auf die Haltung in ausgestalteten Käfigen und Kleingruppen. Auf die ökologische Erzeugung entfallen rund 3,4 Millionen Plätze (8,2 😵.

 

Wie viele Eier werden in Deutschland produziert?

In den ersten elf Monaten des Jahres 2012 lag die Gesamtzahl bei 9,7 Milliarden Eiern (+ 9,9 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahres­zeitraum). Das Statistische Bundesamt erwartet für das Gesamtjahr 2012 eine Produktion von fast 10,6 Milliarden Eiern.

 

Welche Eier werden in Deutschland am häufigsten verkauft?

Die modernen, artgerechten Haltungsformen spiegeln das veränderte Einkaufsverhalten der Verbraucher wider: Mit rund 64 Prozent der Haushaltseinkäufe in Deutschland beziehen die Verbraucher ihre Eier am häufigsten aus Bodenhaltung, danach folgen die Freilandhaltung mit rund 25 Prozent, die ökologische Erzeugung mit rund 9 Prozent und die Kleingruppenhaltung mit rund 3 Prozent. Der Einkauf von Eiern aus ökologischer Erzeugung ist 2011 im Vergleich zu 2010 um etwa 30 Prozent gestiegen, der Einkauf von Eiern aus der Kleingruppenhaltung um fast 40 Prozent gesunken.

 

Wie viele Eier werden in Deutschland verbraucht?

2011 wurden in Deutschland 17,338 Milliarden Eier verbraucht.  Der Pro-Kopf-Verbrauch hat sich über die Jahre folgendermaßen entwickelt:  

 

1970*

1980*

1990

1995

2000

2005

2007

2008

2009

2010

2011

Verbrauch pro Person und Jahr in Stück

275

285

253

224

223

205

209

208

210

214

212

 *früheres Bundesgebiet

  

Wer ist für die Kontrolle der landwirtschaftlichen Betriebe zuständig?

Aufgrund der föderalen Struktur sind in Deutschland die Länderbehörden zuständig. Dies ist im Grundgesetz so verankert.

 

Welche Anforderung müssen Erzeuger von Bio-Eiern erfüllen?

Wer Biohühner hält und Eier aus ökologischer Erzeugung verkauft, muss eine Vielzahl besonderer Auflagen erfüllen. Die wichtigsten Vorschriften in Auszügen im Überblick:

 

Fütterung:

Die Tiere müssen grundsätzlich mit ökologischen Futtermitteln gefüttert werden, d.h. mit Futtermitteln, die nach den strengen Vorschriften der EU für den ökologischen Landbau erzeugt worden sind. Darüber hinaus sind nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau folgende Regeln bei der Fütterung zu beachten: 

·        Die Futtermittel sollen so weit wie möglich aus eigener Erzeugung stammen, um den Betriebskreislauf weitestgehend geschlossen zu halten.

·        Bis zu 30 % der Futterration (gerechnet in Trockenmasse) kann durchschnittlich aus Umstellungsfuttermitteln bestehen. Dies bedeutet, dass die Regeln des ökologischen Landbaus auf der betreffenden Futterbaufläche mindestens zwölf Monate vor der Ernte eingehalten wurden. Handelt es sich um Umstellungsfuttermittel vom eigenen Betrieb, so darf dieser Anteil bis zu 100 % der Ration betragen.

·        Der Tagesration ist frisches, getrocknetes oder siliertes Raufutter beizugeben.

·        Neben Futtermitteln aus ökologischer Erzeugung kann noch für eine Übergangszeit bis Ende 2014 ein begrenzter Anteil an nichtökologischen Eiweißfuttermitteln landwirtschaftlichen Ursprungs (bis zu 5 % der Trockenmasse) eingesetzt werden, wenn eine ausschließliche Versorgung mit Eiweißfuttermitteln aus ökologischer Landwirtschaft nicht möglich ist.

·        Zulässige Mineralfuttermittel sowie Futtermittelzusatzstoffe sind in beschränkten Positivlisten in den Anhängen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau aufgeführt.

 

Die Richtlinien einzelner ökologischer Anbauverbände sind teilweise noch strenger und gehen über die EU-Ökostandards hinaus.

 

Tierhaltung:

Als Haltungsform für Hühner kommt im ökologischen Landbau nur Freilandhaltung in Frage. Bio-Geflügel darf nicht in Käfigen gehalten werden. Darüber hinaus gelten folgende Bestimmungen (Auszug):

·        Zumindest ein Drittel der Stallbodenfläche muss eine feste Konstruktion sein, das heißt, sie darf nicht aus Spalten- oder Gitterkonstruktionen bestehen und muss mit Streumaterial in Form von Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf bedeckt sein.

·        In den Ställen für Legehennen müssen Sitzstangen sowie Ein- und Ausflugklappen vorgeschriebener Mindestgröße zur Verfügung stehen.

·        Jeder Geflügelstall beherbergt maximal 3.000 Legehennen. Pro Quadratmeter Stallfläche, die den Legehennen zur Verfügung steht (ohne beispielsweise Wege), dürfen maximal sechs Hennen gehalten werden. Zwischenböden bei der Volierenhaltung und Wintergärten können zur Stallfläche gerechnet werden, soweit sie den Tieren ständig zugänglich sind.

·        Das Geflügel muss ständig freien Zugang zu Freigelände haben, soweit die Witterungsbedingungen und der Bodenzustand dies gestatten. Dieser Zugang muss mindestens während eines Drittels der Lebenszeit der Tiere bestehen. Die Ausläufe müssen überwiegend Pflanzenbewuchs aufweisen und mit Schutzvorrichtungen (zum Beispiel Bäume, Sträucher oder entsprechende Unterstände) versehen sein.

·        Jedem Tier muss mindestens 4 Quadratmeter Auslauffläche zur Verfügung stehen. Im Vergleich dazu sind in der konventionellen Legehennenhaltung nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung im Stall maximal 9 Hennen pro Quadratmeter bei Boden-/Freilandhaltung und etwa 12 Tiere pro Quadratmeter bei Kleingruppenhaltung zulässig. Bei der konventionellen Freilandhaltung ist wie bei der Bio-Haltung eine Auslauffläche von mindestens 4 Quadratmeter je Tier vorgesehen.

·        Eine künstliche Beleuchtung der Ställe fördert die Legeleistung und ist bei Bio-Legehennen in Kombination zum natürlichen Licht auf täglich insgesamt maximal 16 Stunden zu begrenzen.

 

Kennzeichnung und Verkauf:

Seit Januar 2004 ist jedes Ei der Güteklasse A mit einem Erzeugercode zu stempeln, aus dem die Art der Legehennenhaltung und die Herkunft hervorgeht. Die Bedeutung des Erzeugercodes ist bei Lose-Verkäufen am Ort des Verkaufs und bei verpackten Eiern in oder auf dem Behältnis zu erklären. Der Erzeugercode auf dem Ei bietet die Möglichkeit einer eindeutigen Kennzeichnung von Haltungsform und Herkunft.

 

Der Erzeugercode hat folgenden Aufbau:

0 = Ökologische Erzeugung   1 = Freilandhaltung   2 = Bodenhaltung   3 = Käfighaltung

Bei der Kennzeichnung der Bio-Produkte muss die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle angegeben werden. Das Schema der Codenummer für eine Kontrollstelle, die in Deutschland ansässig ist, lautet: DE-ÖKO-000. Dabei steht "DE" für Deutschland und "000" für die dreistellige Kennziffer der Kontrollstelle.

 

Beim Einkauf von Bio-Eiern muss ein aktuelles Zertifikat vorliegen, das die ständige Kontrolle des Lieferanten/Erzeugers durch eine zugelassene Kontrollstelle bestätigt. Bei der Waren-annahme ist auf eine exakte Bio-Kennzeichnung auf Lieferschein, Rechnung und Produkt zu achten. Diese Wareneingangsprüfung muss auch dokumentiert werden.

Nur Erzeuger sowie Verarbeitungs- und Importunternehmen, die den Anforderungen der Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau gerecht werden und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, sind berechtigt, ihre Produkte unter den Bezeichnungen „Bio“ oder „Öko“ zu verkaufen.

Bio-Betriebe müssen über alle Betriebsmittel und Erzeugnisse genau Buch führen. Sie müssen beispielsweise genau erfassen, was sie von wem gekauft und an wen verkauft haben. So lassen sich die Bio-Produkte bis zum Erzeuger zurückverfolgen.

 

Wie werden Betriebe im ökologischen Landbau überwacht?

In den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau wird genau definiert, wie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel, die als Öko-Produkte gekennzeichnet sind, erzeugt und hergestellt werden müssen. Die Überwachung der geltenden Gesetze – also auch im Bereich der Einhaltung der Vorschriften der EU-Ökoverordnung und des Tierschutzes – ist Aufgabe der zuständigen Länderbehörden vor Ort. Laut Verfassung sind in Deutschland die Bundesländer für die Lebensmittelüberwachung und die Marktkontrolle verantwortlich. Verstöße gegen geltende Vorschriften sind kein Kavaliersdelikt und müssen selbstverständlich von den Länderbehörden geahndet werden.

Um sicherzustellen, dass die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau eingehalten werden, gibt es spezielle Kontrollverfahren. In Deutschland werden diese Kontrollen von staatlich zugelassenen und überwachten privaten Kontrollstellen durchgeführt. Aufgrund der föderalen Struktur sind in Deutschland die Überwachungsbehörden der jeweiligen Länder für die derzeit 20 am Markt tätigen und zugelassenen Kontrollstellen zuständig. Wo es konkrete Verstöße gegen die Vorschriften gibt, müssen die zuständigen Länderbehörden durchgreifen. Das gilt ohnehin auch für Verstöße gegen die allgemein geltenden Vorschriften des Lebensmittel- und Futtermittelrechts und des Tierschutzgesetzes, die Ökobetriebe natürlich ebenso erfüllen müssen wie konventionelle Betriebe.

Die amtlich zugelassenen privaten Kontrollstellen überprüfen mindestens einmal jährlich und im Bedarfsfall auch öfter den gesamten Betrieb. Bei der Inspektion handelt es sich um eine vor Ort durchgeführte risikoorientierte Verfahrenskontrolle, die im Einzelfall durch Elemente der Endproduktkontrolle ergänzt wird. Stichprobenartig und auf jeden Fall bei begründetem Verdacht werden auch Proben genommen und Rückstandsanalysen durchgeführt.

Die Bundesländer kontrollieren und ahnden insofern in ihrer eigenen Zuständigkeit die landwirtschaftlichen Betriebe (egal ob ökologisch oder konventionell), ob sich diese an die Vorschriften zum Tierschutzgesetz und des Lebens- und Futtermittelrechts halten. 

 

Wann wurde die Überwachung zuletzt verbessert?

Mit Wirkung vom 12. Mai 2012 ist die Öko-Kontrollstellen-Zulassungsverordnung in Kraft getreten. Ziel war es, die Qualität und Effizienz der Kontrolle von Biolebensmitteln weiter zu schärfen und zu verbessern. Die beschlossene Verordnung enthält detaillierte Mindestanforderungen an die Kompetenz der privaten Kontrollstellen und damit bundeseinheitlich hohe Anforderungen im Zulassungsverfahren. Dadurch wird das bestehende Netz der Kontrollen noch engmaschiger und das Entdeckungsrisiko für Betrüger bei in Deutschland tätigen Unternehmen erhöht. Die Verordnung gibt den zuständigen Behörden der Länder darüber hinaus stärkere Mittel bei der Überwachung der zugelassenen privaten Kontrollstellen an die Hand.

 

Rechtliche Bestimmungen im Ökolandbau:

·        Die Regelungen der so genannten Öko-Basisverordnung (VO (EG) Nr. 834/2007) enthalten Ziele und Grundsätze der ökologischen Produktion (sowie auf Dauer angelegte Einfuhrregelungen). Die Verordnungen (EG) Nr. 889/2008 und (EG) Nr. 1235/2008 (Drittlandimporte) enthalten die Durchführungsbestimmungen.

·        Die rechtlichen Bestimmungen betreffend Milchvieh, Schweine und Geflügel sind in folgenden Verordnungen verankert:

o        Haltungsbedingungen: VO (EG) Nr. 834/2007 Titel III Kapitel II sowie VO (EG) Nr. 889/2008 Titel II Abschnitt 2 und Anhang II und IV

o        Fütterung: VO (EG) Nr. 834/2007 Titel III Kapitel II und III sowie VO (EG) Nr. 889/2008 Titel II Kapitel II Abschnitt 3 nebst Anhang V und VI

o        Tiergesundheit: VO (EG) Nr. 834/2007 Titel III Kapitel II sowie VO (EG) Nr. 889/2008 Titel II Kapitel 2 Abschnitt 4 

·        Die rechtlichen Bestimmungen betreffend pflanzliche Erzeugnisse (u. a. Äpfel, Kartoffel etc) sind in VO (EG) Nr. 834/2007 Titel III Kapitel I und II sowie VO (EG) Nr. 889/2008 Titel II Kapitel I verankert.

·        Die für die Kontrolle von Ökoprodukten relevanten Basisvorschriften finden sich in der in VO (EG) Nr. 834/2007 Titel V und die Durchführungsbestimmungen sind insbesondere in der VO (EG) Nr. 889/2008 Titel IV verankert.

·                  Sie finden die Dokumente unter folgenden Links:

o        VO (EG) Nr. 834/2007: www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/OekologischerLandbau/834_2007_EG_Öko-Basis-VO.pdf

o        VO (EG) Nr. 889/2008: www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/OekologischerLandbau/889_2008_EG_Durchführungsbestimmungen.pdf

·        In Deutschland gelten über das EU-Recht hinaus zusätzlich die Vorschriften des Öko-Landbaugesetzes (ÖLG). Darin sind unter anderem Straf- und Bußgeldvorschriften verankert. Bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder bis zu 30.000 € Geldbuße drohen bei Verstoß gegen die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Dies gilt insbesondere für die missbräuchliche Bezugnahme auf den ökologischen Landbau in der Kennzeichnung und Werbung bei Öko-Erzeugnissen. Bei Verstößen können u.U. aber auch das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB, regelt zum Beispiel Verstöße gegen Kennzeichnungspflichten) sowie das Tierschutz-Nutztierhaltungsgesetz (regelt zum Beispiel Vorgaben für die Besatzdichte) herangezogen werden.

 

 

Zahlen zum Ökolandbau:

·        Die Entwicklung des Ökologischen Landbaus ist folgender Tabelle zu entnehmen: www.oekolandbau.de/journalisten/zahlen-daten-fakten/oekoflaeche-und-anzahl-betriebe

·        Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Legehennen:
www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/LandForstwirtschaft/TierischeErzeugung/Aktuell.html

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Pressestelle des BMELV

 

 

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