Langstreckenritt Eifel - Donau

Vorstellung einer Wanderreitstation, die Wanderreiten rund ums Ries anbietet

Nach langen Jahren der Überlegung habe ich mich nun entschlossen, meine Heimat, die Nordeifel zu verlassen und an der Donau beruflich und privat einen Neubeginn zu wagen. Künftig möchte ich mein Leben verstärkt den Pferden widmen und hierbei die Erfahrungen, die ich hier beim Aufbau meiner Wanderreitstation „Burgholzer Hof“ im Verein EIFEL zu PFERD sammeln durfte, einbringen.

Ich freue mich und bin gespannt auf Vieles, was mich erwarten wird, aber natürlich fällt mir auch der Abschied schwer. Abschied von der Familie. Abschied von Freunden und Kollegen. Abschied von einer Landschaft, die mir auf vielen Streifzügen zu Pferd in ihrer Einzigartigkeit ans Herz gewachsen ist – die Eifel.

So reifte in mir der Gedanke, hier auf eine besondere Art Abschied zu nehmen und ebenso meine neue Heimat zu begrüßen: Auf einem langen – für meine Verhältnisse jedenfalls langen – Wanderritt. Begleiten soll mich nur meine erfahrenste Stute Miriam. Wenn sie auch schon mal guckig ist und sich unter dem Reiter nicht mehr vorwärts traut, geführt folgt sie mir fast überall hin. Meine anderen 4 Pferde reisen dann per Transporter hinterher, ebenso wie die gesamte Ausrüstung und alles, was wir so zum Leben brauchen werden, wenn wir um den 1. November angekommen sind.

Reisen möchte ich ohne Trossbegleitung. Um einerseits mein Pferd, andererseits meinen Geldbeutel  zu schonen, möchte ich mit Schlafsackrolle und Isomatte die Angebote eingetragener Wanderreitstationen nutzen. Und dies in einem Tempo, das die Seele folgen lässt. Mehr als 25 –30 km Tagesentfernungen möchten wir nur im Ausnahmefall zurücklegen – eher weniger.


Die Route führt vom Burgholzer Hof in Stolberg durch Eifel, Hunsrück, Pfalz, Odenwald, Frankenhöhe, Donau Ries bis nach Schwenningen an der Donau. Genutzt werden die Stationsnetze von EIFEL zu PFERD, Hunsrück zu Pferd, Pfalz zu Pferd und Reiten zwischen Main und Donau.

Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern werden gestreift oder durchritten, rund einen Monat Zeit habe ich hierfür eingeplant. Finanziert wird das Ganze durch Ersparnisse, ich möchte allerdings für mich die allergünstigsten Angebote der Stationen nutzen, bin recht genügsam, hauptsache mein Pferd bekommt alles, was es zum Durchhalten braucht.

Das Kartenmaterial setzt sich aus Wander- und Freizeitkarten sowie Topographischen Karten im Maßstab 1:25.000 und 1:50.000 zusammen, denn ich möchte die für Reiter und Pferd wirklich schönen Wege finden. Auch auf die landschaftlichen und kulturellen Leckerbissen entlang der Strecke möchte ich nicht verzichten. Dies ist mein persönlicher Anspruch.

Die notwendigen Ausrüstungsgegenstände sind fast komplett, nur einige Kleinigkeiten wie eine vernünftige Iso-Matte und ein sehr leichter aber warmer Schlafsack, der sich auf ein akzeptables Packmaß reduzieren lässt, fehlen noch. Auch um die Ausrüstung zum Reiten bei Dunkelheit muss ich mich noch kümmern, obwohl ich hoffe, immer bei Tageslicht das nächste Quartier zu erreichen.

Auf Hufbeschlag möchte ich wie fast auf jedem Wanderritt verzichten. Miriam läuft schon seit Jahren problemlos mit Hufschuhen vorne und hinten. Dies macht mich relativ unabhängig von Hufschmieden und spart auch eine Menge Kosten.

Dies wird mein erster Ritt über eine Entfernung von mehr als 100km, zwischen 500 und 600 km liegen vor uns. Die Quartiere stehen fest, werden aber flexibel vorausgebucht, um Pausentage immer dann einlegen zu können, wann es uns Beiden gut tut. Hier werde ich einfach auf das hören, was mir mein Pferd mitteilt und ebenso auf  meine eigene Verfassung acht geben. Sollte es unterwegs ernsthaftere Schwierigkeiten geben, würden wir den Ritt abbrechen, er soll uns gut tun – nicht schaden!

Wenn ihr interessiert an mehr Informationen zu meinem Vorhaben seid, sprecht mich ruhig an, es würde mich sehr freuen.

Also hoffentlich bis bald mal und herzliche Grüße

Elke