Traumhafte Wanderreittouren im Naturpark Südschwarzwald

 

 
 
Wildromantische Täler, glasklare Bäche und eine 
abwechslungsreiche Landschaft kennzeichnen den 
Naturpark Südschwarzwald. Die Region zwischen 
Waldshut-Tiengen bis zum Titisee und Schluchsee 
entwickelt sich zum Eldorado für Freizeit- und 
Wanderreiter. Sanfte Hügel wechseln sich mit dunklen 
Wäldern ab, in den Täler geht es an wildromantischen 
Felsformationen vorbei und an dem breit verzweigten 
Wald- und Feldwegenetz merkt man schnell, dass dieser 
Teil des Schwarzwaldes sehr gut für den Tourismus 
erschlossen ist. Alle Wege sind in einem guten Zustand, 
egal ob der Pfad naturbelassen oder der breitere Weg 
geschottert ist. Auch die Ausschilderung ist fast perfekt. 
Nur manchmal wünschen sich ortsunkundige Wanderer 
zu Pferd, dass die Beschilderung farblich variiert.  In fast 
jeder Ortschaft gibt es Einkehrmöglichkeiten für Reiter 
und garantiert ist der Dorfbrunnen mit Trinkwasser für 
die Pferde. 
 
Es empfiehlt sich eine Tour von Süd nach Nord oder 
umgekehrt. Geritten wird dann permanent auf einer Höhe 
von 850 bis 950 Meter. Vermieden werden anstrengende 
Kletterpassagen mit Höhenunterschieden von bis zu 200 
Meter. Der Ausgangspunkt unserer viertägigen Tour ist 
der Brunnmatthof  von Marion Dimer in Unteralpfen, ein 
Quartier des Vereins „Wanderreiten im Naturpark 
Südschwarzwald“. Die Strecken sind zwischen 25 und 30 
Kilometer lang, führen über o!ene Landschaften oder 
durch naturbelassene und oft dunkle Wälder.  
Der erste Streckenabschnitt führt über Felder und an 
einsamen Höfen vorbei in Richtung Bannwald im 
Steinatal. Der Wald wird sich selbst überlassen und hat in 
weiten Teilen schon urwaldähnliche Formen 
angenommen. Übergangslos geht es ins Schwarzatal und 
die Route führt am düsteren Rabenfelsen vorbei in 
Richtung Norden. In Höhe der Ortschaft Brenden 
verlassen wir das wildromantische Tal gönnen unseren 
Tieren in der Wanderreitstation von Ilsabe Stülpnagel 
eine Pause. Langsam steigt der Weg an und vor Bulgenbach
haben wir 900 Höhenmeter erreicht. Auf dem 
Höhenweg reiten wir im lockeren Trab bis zum kleinen 
Schlüchtseehof, unsere Tiere werden im 5-Sterne-LAG-
Stall der Criollo Zuchtstation von Bernhard Rudolf 
untergebracht. Wir Reiter gehen ein paar Minuten bis 
zum nahegelegenen Parkhotel Pavillon, wo wir uns im 
luxuriösen Wellnessbereich vom ersten Ritttag erholen. 
Unser Gaumen wird mit einem 5-Gänge-Menue 
verwöhnt.
 
Der nächste Tag beginnt mit einer Besichtigung des 
Schwarzwaldmuseums „Hüsli“. Das Haus erlangte 
Berühmtheit als Drehort zur TV Serie 
„Schwarzwaldklinik“, wo die Außenansicht als Wohnsitz 
von „Prof. Brinkmann“ diente. Im Museum führt uns die 
Ausstellung von Stücken aus Häusern des 18. und 19. 
Jahrhunderts in eine andere Welt. Es ist wohl die 
wertvollste Sammlung der Schwarzwälder Volkskunst.  
Weiter geht es dann zu Pferd, durch dichte Wälder bis 
Sommerau. Eine ideale Raststation mit Biergarten und 
Blick über den südlichen Schwarzwald bis zur Schweizer 
Grenze. Mit einem herzlichen „Hallo“ werden wir gut zwei 
Stunden später von Andrea Spall in Lenzkirch 
empfangen. Auf dem Familienanwesen der Brauerei Rogg 
ist sie zuständig für den Reitbetrieb und hat auf grünen 
Koppeln schon die Paddocks für unsere Pferde 
hergerichtet. Wir haben die Qual der Wahl. Nehmen wir 
an der Brauereiführung teil oder besuchen wir das 
hauseigene Hallenbad oder genießen wir die Ruhe im 
Biergarten…..
 
Am dritten Reittag durchstreifen wir das absolute 
Touristengebiet um den Schluchsees. Auf den Waldwegen 
begegnen wir zahlreichen Wandergruppen und 
Radfahrern und immer wieder laufen Jogger an uns 
vorbei. Auf dem direkten Weg reiten wir auf den 
Schluchsee zu, den wir bei Seebrugg in seiner gesamten 
Länge bestaunen. Nach einer Pause auf dem Parkplatz 
des Campingplatzes klettern wir auf fast 1100 Meter, 
sehen die Naturdenkmäler „Tafel- und Tirolertanne“ zwei 
uralte, bizarr gewachsene Bäume, und als wir aus dem 
Wald kommen, erstreckt sich vor uns der kleine Ort 
Schönenbach, wo wir im Bartlehof einkehren.
 
Im Garten sind für uns Paddocks aufgebaut, als Willkommensgruß 
steht für die Reiter Sekt bereit und abends gibt es ein 
Schwarzwälder 3-Gänge-Menue (z.B. Pilzsuppe, 
Wildschweinbraten, Vanilleeis mit heißen Erdbeeren).
Von Schönenbach aus führt die letzte Etappe zuerst an 
den Schwarzabach Stausee mit den  
Wasserkraftwerksanlagen. Wir reiten unmittelbar an den 
riesigen Rohren vorbei, durch die das Wasser ins Tal 
stürzt und Energie erzeugt. Nächster Höhepunkt des 
letzten Reittages ist die Besichtigung einer 
Gletschermoräne bei Häusern.
 
Die Route führt uns 
weiter über ein Teilstück des „Klosterweges“ bis nach 
Tiefenhäusern, wo wir die vielbefahrene B 500 kreuzen 
und ins bekannte Albtal reiten. Vier Kilometer reiten wir 
oberhalb des kleinen Flüsschens und genießen die 
herrliche Auelandschaft. Dann, nach weiteren zwei 
Kilometern sehen wir die ersten Häuser von Unteralpfen, 
unserem Ausgangsquartier. Marion Dimer hat im Round 
Pen eine kleine Tafel für uns gedeckt und auf dem Tisch 
steht eine dampfende Gulaschsuppe. Eine nette Geste vor 
der Heimfahrt, die uns den Abschied noch schwerer 
macht.
 

Gästehaus Brunnmatthof

79774 Albbruck-Unteralpfen