Fotografin: Melanie Lau


Abschlussbericht        19.8.12

Weltmeisterschaft Vierspänner 2012 Riesenbeck

Boyd Exell verteidigt Titel erfolgreich –

Deutsche Equipe holt Team-Silber

Der alte Weltmeister ist auch der neue: Body Exell, Vierspänner-Weltmeister von Kentucky 2010, verteidigte in Riesenbeck seinen Titel erfolgreich. Gleiches war vor ihm nur dem Ungarn Bardos in den Jahren 78/80 gelungen. Bereits nach Dressur und Gelände war der Vorsprung auf die Konkurrenz so groß gewesen, dass der Australier den Erfolg im Hindernis-Parcours locker nach Hause fahren konnte. Die Silbermedaille in der Einzelwertung gewann Chester Weber (USA) vor dem vierfachen Weltmeister Ysbrand Chardon (Niederlande). Bester Deutscher wurde Christoph Sandmann (Lähden) auf Rang fünf. Georg von Stein, nach dem Gelände noch auf Rang drei gelegen, fiel in der Endabrechnung noch auf den achten Platz zurück.

Dennoch durfte das deutsche Team insgesamt zufrieden sein. In der Mannschaftswertung sicherte sich die Equipe in der Besetzung Christoph Sandmann, Georg von Stein und Michael Brauchle die Silbermedaille hinter den großen Favoriten aus den Niederlanden. Bronze ging an die USA.

Hoch spannend war auch die zweite Wertungsprüfung der Weltmeisterschaft der Vierspänner in Riesenbeck, die Marathonfahrt am Samstag, verlaufen. Für die Gespanne galt es, bei hochsommerlichen Temperaturen, im Anschluss an eine Einlauf-Phase die rund neun Kilometer lange, mit acht technisch anspruchsvollen Hindernissen bestückte Strecke, zu bewältigen. Nachdem der nach der Dressur führende Chester Weber unter anderem durch einen „Fast-Steher“ im Agravis-Hindernis wertvolle Zeit hatte liegen lassen, setzte sich am Ende der Schwede Thomas Eriksson durch. Der zweifache Weltmeister brillierte mit der besten Tages-Leistung und gewann die Geländeprüfung vor dem Australier Boyd Exell und dem Deutschen Georg von Stein (Modautal), der schon in der Dressur die Prüfung seines Lebens gefahren hatte.

Insgesamt verkrafteten die Pferde die Hitze weitaus besser als zunächst befürchtet. Dr. Karl Bargheer, Präsident der Veterinär-Kommission: „Die meisten Pferde waren im Ziel erstaunlich gut in Schuss. Hilfreich war, dass ein Großteil der Geländestrecke im Schatten lag.“ Gut angenommen wurde auch die spezielle Kühlung im Ziel. Der Veranstalter hatte vom CHIO Aachen zwei große Ventilatoren mit Wasserzerstäuber organisiert. Zur weiteren Abkühlung standen außerdem reichlich Wassereimer für die Vierbeiner im Zielraum bereit.

Mit der Hitze zu Recht kommen mussten aber nicht nur die vier- und zweibeinigen Aktiven, sondern auch die rund 150 ehrenamtlichen Helfer, die rund um die Veranstaltung  unermüdlich im Einsatz waren:  „Dafür möchten wir unseren ehrenamtlichen Helfern noch einmal einen ganz besonderen Dank aussprechen. Ohne diese Unterstützung könnten wir als  veranstaltender Verein ein derartiges Championat gar nicht stemmen“, erklärten Turnierleiter Heinz Kerkhoff und Bernhard Pleie, 2. Vorsitzender und Technischer Leiter der WM.

Freuen dürfen sich die Fahrsportfans bereits auf das kommende Jahr. Dann findet am ersten August- Wochenende wieder das traditionelle Internationale Deutsche Fahrderby auf der Surenburg statt.

www.riesenbeck2012.de

 

Hier geht es zu einem weiteren Bericht, den Fotos und auch einem Film KLICK MICH