Wild Chief der Chef im Ring
Erster Gruppesieg in Hannover

 

Wild Chief, Gewinner in Hannover. Foto Marc Rühl

 

 

Hannover, 12. Juli - Sechs Pferde kamen am Sonntag beim Saisonhöhepunkt in Hannover-Langenhagen im Hauptrennen, dem Großen Audi Q7 Preis des Audi Zentrums Hannover – MeilenTrophy, an den Start, und bis auf den Lokalmatador Wildpark und den von Jens Hirschberger in Mülheim an der Ruhr trainierten Vierjährigen Wild Chief waren alle bereits in Grupperennen erfolgreich. Doch das hinderte Letztgenannten nicht am Sieg in dem mit 70.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen über 1600 Meter.

Nach einem Ritt vom zweiten Platz aus setzte sich der vierjährige Doyen-Sohn des Stalles Fürstenhof vor den Augen von Werbe-Ikone Verona Pooth, Stargast beim Audi Ascot-Renntag, unter Jockey Alexander Pietsch völlig überlegen durch, hatte im Ziel einen Vorsprung von viereinhalb Längen vor Gestüt Haus Ittlingens Felician unter Deutschlands Vorzeigejockey Andrasch Starke, hinter dem der Vorjahressieger Red Dubawi den dritten Platz belegte.

In der Zielgeraden schritt Alexander Pietsch mit dem späteren Sieger, der im vergangenen Jahr als Vierter im Französischen Derby und Fünfter im Deutschen Derby bereits seine Klasse bewiesen hatte, sofort zum Angriff auf den bis dahin führenden Wildpark. Und damit war das Rennen eigentlich auch schon entschieden, denn dem Antritt des Hengstes konnte keiner der Gegner folgen und somit blieb für die Konkurrenz nur der Kampf um die Plätze.

Nachdem er zuletzt bereits eine starke Form in Köln und im französischen Chantilly gezeigt hatte, war Wild Chief bereits als zweiter Favorit zur Quote von 31:10 ins Rennen gegangen. Er zeigte mit diesem Erfolg, dass er einer der besten deutschen Meiler ist. Im vergangenen Jahr hatte man es mit ihm noch auf weiteren Distanzen von 2000 Meter an aufwärts versucht.

Für Jockey Alexander Pietsch war es der zweite Gruppetreffer in dieser Saison, nachdem er vor drei Wochen bereits den Großen Preis der Wirtschaft mit Nordico gewonnen hatte. Dieser war am Sonntag ohne Chance und kam als Vierter über die Linie. Für Trainer Jens Hirschberger war es der erste Gruppesieg im Jahr 2015.

Wenig zu sehen war von der einzigen Dreijährigen im Feld, der 20:10-Favoritin Full Rose. Die zuvor ungeschlagene Stute aus dem Stall von Trainer Andreas Wöhler, die zuletzt die klassischen German 1.000 Guineas in Düsseldorf gewonnen hatte, besaß eigentlich zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance und kam sieben Längen hinter dem Sieger als Sechste, und damit Letzte, über die Linie.

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Presse GERMAN RACING