Foto Werner: Albert Knaus mit seiner "Lavella"

 

Liebe Pferdefreunde, 

am Sonntagabend, 14. März 2021,  habe ich mich von meiner Traberstute „Lavella“ verabschiedet und ihr einen guten Fernwanderritt in den Pferdehimmel gewünscht. Lavella hat mich fünfundzwanzig Jahre lang in meinem Leben begleitet.  Geboren am 27. April 1987 ist sie mit jungen Jahren auf der Trabrennbahn in Dortmund vor dem Sulky Rennen gelaufen. Mit neun Jahren habe ich sie als „Nachfolgepferd“ für meinen legendären Trakehnerwallach „Leopardo“ erwerben können und bin nach einer nicht leichten Eingewöhnungszeit auf vielen Fernwanderritten in Europa unterwegs gewesen. Jetzt, nach einem für Pferde sehr langem Leben, habe ich sie mit nahezu 34 Jahren (entspricht etwa 102 Menschenjahren!)  losgelassen. Die letzten zwei Wochen waren von Müdigkeit geprägt. 

„Lavella“ und ich waren wie verschweißt im Sattel. Ein Verlasspferd und ein gerechter, strenger Reiter. Dieses Pferd war ein „Zigeuner“ wie ich (es bin) und so haben wir mit vielen lieben Pferdefreunden großartige, lange und oftmals beschwerliche Fernwanderritte in Zentraleuropa gemeistert. Niemals haben wir ein Ziel nicht erreicht! 

Ein Auszug aus unseren Wanderjahren: Würzburg – Wien 900 km, München – Großglockner – Venedig 860 km, Lindau/Bodensee – Lago Maggiore 500 km, Würzburg – Insel Rügen/Hiddensee 1300 km, Ostpreußen Rundritt, Würzburg – Santiago de Compostella (Spanien) 3300 km, viele Wochen im Elsass, in der Rhön,  im Vogelsberg, in Hessen, im Bayerischen Wald und sonst wo. 

Gestern ist ein Lebensabschnitt für Lavella und für mich zu Ende gegangen. Sie ist im Pferdehimmel und ich beende meine Wanderjahre zu Pferd mit diesem Tag. Es bleibt: eine wunderschöne Erinnerung an einen Freund der mich ein Pferdeleben lang nie alleine gelassen hat. 

Danke an alle, die uns Beide begleitet haben und mit mir die herrliche Natur in Europa abseits großer Fernstraßen kennen und lieben gelernt haben. Danke an alle zuhause, an meine Nachbarn Winfried und Beate, an Inge und Markus die mein Pferd über Jahre in wunderbare Pflege genommen haben um mir einen herrlichen Spanienwinterurlaub zu erlauben,  an unsere Freundinnen Imme und Elke, an meine Tierärzte und Hufschmiede, an alle die mit uns ganz einfach herrliche Nächte nach dem „Reitbetrieb“ verbracht haben. 

So geht dieser Lebensabschnitt mit Freude, Stolz und Respekt zu Ende.

 

PS: Jetzt ist Kerstin’s Halbfriese Diabolo (28) alleine. Wir haben hier auf unserem neuen Kleinbauernhof im Fichtelgebirge 4 ha zusammenhängenden Wald und Wiese mit E-Zaun versehen, einen schönen Badeteich, eine reine Luft und Stille. Wir bieten für ein ruhiges Pferd eine Sommerweide bis Oktober mit tollem Offenstall, jedoch keinen Reitbetrieb. Wenn jemand sein Pferd, jung oder alt, zu uns für Mai – Oktober überstellen möchte, kann man gerne mit uns in Verbindung treten. 

Mit ganz lieben Reitergrüßen

 

Albert & Kerstin Knaus

 

Hof „Wiesengrund“

Lochbühl

Im Wiesengrund 3

D 95697 Nagel

Tel. 0049 9236-70 59 850

Mobil 0049 171 82 14 813

Mobil Baustelle 0049 160 233 66 04

Email: info@albert-knaus-stiftung.de

 

Kerstin Knaus mit den "Knausschen" Wanderreitpferden

 

 

Safierpass 2005 - Reiter aufgesessen - Foto: P. Bohnert