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Das Buch „Mit zwei Pferden um die Welt“

ISBN 978-3-00-007492-9
150x210x25 mm, hardcover, 360 Seiten, 32 Farbbilder, Gewicht: 635 Gramm.
Preis: 27,50 Euro
Die Reiseerzählung nach Tagebuchaufzeichnungen des ersten und noch immer einzigen Weltumreiters.
Sie berichtet in ergreifender Weise von einem der größten Abenteuer der Neuzeit.
Eine viereinhalbjährige Reise, die geprägt war von Gefahren, Ängsten und vielen Glücksmomenten.
Auf sich allein gestellt und mit der Verantwortung für zwei Pferde, aus denen unterwegs überraschend drei wurden, die eine tiefe, seelische Verbindung mit ihm eingingen, für deren Leben und sein eigenes er oft kämpfen musste und sich gegen Korruption, Willkür und Straßenräuber zu behaupten hatte.

Interesse? Buch jetzt hier bestellen: manfred@weltumreiter.de

 

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oder in 2 Bänden auf vielfachen Kundenwunsch

Mit größerer Schrift und kürzeren Zeilen zur leichteren Lesbarkeit und mit mehr Bildern = eine Komfortversion.

"Mit zwei Pferden um die Welt, Band 1"

ISBN 978-3-944416-24-3
150x210x19 mm, hardcover, 255 Seiten, 40 Farbbilder, Gewicht: 502 Gramm
Preis: 21,50 Euro

 

 

 

"Mit zwei Pferden um die Welt, Band 2"

ISBN 978-3-944416-25-0
150x210x21 mm, hardcover, 295 Seiten, 44 Farbbilder, Gewicht: 555 Gramm
Preis: 21,50 Euro



Die Worte des Autors zu seinem Abenteuer:
"Soll das alles gewesen sein? Ein Leben voller Arbeit und Streben nach Wohlstand oder gar Reichtum? Was würde ich davon haben, wenn ich eines Tages auf dem Sterbebett liege? Einmal wenigstens ein richtiges Abenteuer erleben, bevor es zu spät ist. Die Welt ist so groß und schön - was sah ich eigentlich bisher von ihr? So wollte ich nicht abtreten! Reich zu sterben kann wohl nicht Ziel des Lebens sein. Dann schon lieber arm, aber mit der Gewissheit, wirklich Großes erreicht zu haben.
Deshalb machte ich mich auf, etwas zu wagen, was noch niemand tat: die Erde mit zwei Pferden zu umrunden. Auf der nördlichen Halbkugel dort, wo es hoffentlich genug Wasser und Futter für die Tiere geben würde.
Richtung Osten, der Sonne entgegen: Deutschland, Polen, Ukraine, Südrussland, Kasachstan, Sibirien, Mongolei, China, Süd-Korea. Pazifik-Überquerung im Flugzeug. Schließlich die USA von der West- zur Ostküste. Wieder im Flugzeug über den Atlantik und endlich über die Niederlande zurück in meine deutsche Heimat.
Kein Spazierritt war das Ganze, sondern ein ständiger Kampf ums Überleben, um das Vorankommen. Endlose Probleme mit Korruption, Straßenräubern und Behörden. Doch auch viel Schönes widerfuhr mir. Freundliche, hilfreiche Menschen überall. Fremde Kulturen, unverdorbene Natur, wunderschöne Landschaften - und vielleicht das Wichtigste: das Zusammenwachsen mit zwei wunderbaren Pferden, aus denen schließlich drei wurden. Eine gegenseitige Liebe entstand, die alle Strapazen schnell vergessen ließen."

 

Die Gesamtausgabe ist als Ebook erschienen:
ISBN 978-3-944416-13-7 im Epub-Format bei Libreka und angeschlossene Portale

und als Hörbuch:
ISBN 978-3-944416-02-1 im MP3-Format bei Bookwire und angeschlossene Portale
und auch in physischer Form auf USB-Stick oder CD-Rom im MP3-Format.

 

 

 

 

Leseprobe:

"Mit zwei Pferden um die Welt"

 

"DURCH DIE GOBI

Wieder liegt eine Talsenke vor uns. Ich freue mich auf gutes Futter für die Pferde. Noch haben wir nicht den Rand der grünen Insel in dieser Steinwüste erreicht, da tauchen einige Bsik auf. Gierig stürzen die sich sofort auf die Pferde. Weit über dreißig Grad müssen es im Schatten sein, aber den gibt es nirgends. Dieser Talkessel ist sumpfig und die Luft feucht und heiß - ideal für Bsik. Sofort starten Panca und Puschkin zu einem nicht enden wollenden Galopp. Wir jagen über die Fahrspuren der Piste. Ich lasse sie gern laufen und nur selten fallen sie in Trab, um ein wenig auszuruhen. Doch sofort bedrängen uns die Bsik wieder, ihre Schnelligkeit ist beachtlich. Da hilft nur erneuter Galopp. Doch selbst in diesem Tempo lassen sie sich nicht abschütteln, folgen uns seitlich in immer größer werdendem Schwarm. Und ständig versuchen einige, auf den Pferden zu landen. In den Steigbügeln stehend und weit nach vorn gebeugt bin ich damit beschäftigt, die Viecher in der Luft zu fangen oder auf dem Pferdekörper zu zerschlagen. Es gelingt mir, einige zu erledigen, doch es werden nicht weniger. Puschkin am Handseil weiß natürlich sofort, weshalb ich mit den Händen herumfuchtele und bringt seinen Kopf ganz nah zu mir, damit ich ihn beschütze. Plötzlich bemerke ich auf Pancas Stirn sechs festgebissene Bsik, dort kann sie sich nicht wehren, ihr langes Stirnhaar wird ja vom Fahrtwind nach hinten geweht. In jagendem Galopp strecke ich mich weit nach vorn, liege auf ihrem Hals und zerquetsche die Insekten. Voller Blut ist wieder einmal meine Hand. Panca aber wendet nun immer den Kopf zu mir, wenn wieder ein Bsik gelandet ist.

Vom Schweiß völlig durchnässt, werden meine Knie innen aufgerieben, brennender Schmerz macht sich bemerkbar. Doch ich muss es ignorieren, darf die Pferde hier nicht stoppen. Schon sind es zwei Stunden, die wir so dahin jagen und das Ende der grünen Senke ist noch nicht in Sicht. Die unglaubliche Kondition der Pferde wird mir hier bewusst. Panca zeigt kaum schweißnasse Stellen, Puschkin wie immer erheblich mehr, doch schon beginnen sie abzutrocknen, wahrscheinlich vom beachtlichen Fahrtwind.

Drei Stunden sind es bereits, ohne dass wir langsamer wurden. Auch meine Kräfte lassen kaum nach, dieser Ritt hat mein Blut in Wallung gebracht. Endlich steigt das Gelände langsam wieder an. Immer schmaler wird der sumpfige Streifen und endlich taucht sein Ende auf. Dort ist jener Bach, der sein Wasser aus den Bergen in dieses Tal bringt, wo es versickert. Dann eine drei Meter hohe Böschung hinauf und wir stehen wieder auf verdorrtem Steppenboden. Erst hier stoppen auch die Pferde, die Bsik sind verschwunden. Bat hat an dieser Abbruchkante mit dem Gespann auf uns gewartet, denn längst ist die übliche Tagesleistung überschritten.

Die Pferde haben sich reichlich Ruhe und Futter verdient. Noch ein Stück am Bach entlang, dann schlagen wir die Koppel auf und ich lasse die Pferde frei. Hier können sie fressen und saufen, soviel sie wollen. Die Sonne nähert sich dem Horizont, damit ist die Aktivphase der Bsik vorbei.


Zwischen zwei Plateaus liegt ein tiefer Geländeeinschnitt vor uns. Steil geht es hinunter und drüben auf der anderen Seite sehe ich einsam ein Kamel stehen: genau an der Piste, die dort wieder hinaufführt. Eine Umgehung ist hier nicht möglich, wir müssen wegen Dornengestrüpp und Geröll auf der Piste bleiben. Unbeweglich steht es dort und ich hoffe, es wird weggegangen sein, bis wir dort ankommen. Schon haben wir die Sohle des Einschnitts erreicht und steigen hinauf, da kommt uns das Tier doch tatsächlich auf dem Pfad entgegen. Noch schreiten meine Pferde tapfer voran, doch ihr Ohrenspiel verrät, dass auch sie das Kamel bereits entdeckt haben. Ein wenig zögernd werden ihre Schritte und ich beginne, ihnen mit ruhiger Stimme Mut zu machen, denn ich kenne ja ihre Angst vor diesen riesigen Ungetümen.

Bis auf zehn Meter trotten sie heran, da bleibt das Kamel stehen - mitten auf dem Weg! Sofort stoppen nun auch meine zwei - wie angewurzelt. Mit Rufen versuche ich, das Kamel zur Umkehr zu bewegen, doch es reagiert nicht. Minuten dauert es, in denen sich die Tiere gegenüberstehen. Gelassen und ungerührt das Kamel, meine Pferde mit unbeweglich nach vorn gerichteten Ohren und schreckgeweiteten Augen. Endlich weicht das Kamel, geht mit seinen großen, polsterballenbewehrten Füßen in das Dornengestrüpp. Keine fünf Meter weiter bleibt es jedoch wieder stehen. Puschkin aber ist nun ganz, ganz tapfer und marschiert erhobenen Hauptes voran. Panca in seinem Körperschatten geht ängstlich, doch voller Vertrauen, mit. Im Vorbeigehen bleiben ihre Blicke auf dem fremden Gesellen kleben und kaum sind wir ein paar Schritte an diesem Angst einflößenden und dabei völlig harmlosen Tier vorbei, springen meine Pferde wie auf Kommando gewaltig an, jagen die steile Böschung hinauf und selbst auf dem Plateau wollen sie sich gar nicht beruhigen. Ich zügle sie nicht, lasse sie ihren Frust von der Seele laufen. Schließlich haben sie sich tapfer verhalten und sind keinen Schritt zurückgewichen. Vor Monaten noch hätten sie sicherlich kehrt gemacht oder wären unter Verletzungsgefahr in das gefährliche Gelände ausgewichen.

 

11.07.2017 | 510 Aufrufe