Das Reitsportzentrum Lassee

Familien- & Ausbildungsbetrieb, Verein mit großem Zusammenhalt und Top-Turnierlocation

 

Foto: Pferdenews.eu

 

Das Reitsportzentrum Lassee zählt zu den größten Pferdebetrieben Österreichs. Die Anlage beherbergt rund 80 Pferde auf acht Hektar Grund. Die ursprünglich kleine Reitanlage wurde seit 1993 step-by-step von Familie Schranz auf- und ausgebaut: Zwei Reithallen, zwei Springplätze, Schrittmaschine, Laufband und Solarium sorgen nicht nur für eine moderne Infrastruktur, sondern lassen auch jedes Reiterherz höher schlagen. Zudem gibt es fünf Hektar Graskoppeln, wetterfeste Paddocks, einen Laufstall und unbegrenzte Ausreitmöglichkeiten. Ein guter Reitplatzboden ist wichtig und ausschlaggebend für Gesundheit der Pferde. Darum gibt es im Reitsportzentrum Lassee dank der langjährigen Kooperation mit Reitplatzbau MAGYER nur das Beste vom Besten. Die Böden aller Reitflächen wurden in den letzten Jahren rundum erneuert und entsprechen somit immer den neuesten Standards.

 

Geführt wird der Betrieb von Familie Schranz – Sabine, Christian, Lisa, Lucas und Livia. Die Eltern Sabine und Christian Schranz sind selbst hocherfolgreich im Springsport unterwegs. Medaillen bei Staats- und Landesmeisterschaften, Nationenpreiseinsätze, Grand-Prix-Siege auf internationalem Niveau und vieles mehr ziert das persönliche Erfolgskonto der beiden. Ihre 21-jährige Tochter Lisa hat ebenfalls die große Leidenschaft zu den Pferden und ist am besten Weg in ihre Fußstapfen zu treten. Sie sitzt am Pferd, seit sie denken kann. Kein Wunder, dass sie in jungen Jahren schon die Reiterpass-, Reiternadel- und Lizenzprüfung absolviert hat und mit ihrem Pony Lucky gleich die ersten Turniere bestritt.

 

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Erfolge im Sport

Auch sie hat im Sport schon einiges erreicht. Eines der größten Highlights war zweifelsfrei die Silbermedaille mit der Jugend-Mannschaft bei der Heim-EM im Magna Racino 2012. Damals konnte sie sich voll und ganz auf das Familienpferd V.I.P. 2 verlassen, mit dem sie noch so viel erreichen durfte. Nationenpreiseinsätze in allen Altersklassen, Meistertitel oder der umjubelte Sieg im Großen Preis von Farrach. Die Stallkollegen Cascadeur oder der mittlerweile verkaufte Quantus zählen ebenfalls zu den Erfolgspferden. Mit dem sprunggewaltigen Schimmelwallach Cascadeur konnte sie sogar schon S***-Platzierungen über 1,50 Meter bei der Casino-Grand-Prix-Serie verbuchen.

 

Rückblickend betrachtet, so erzählt Lisa, war VIP 2 sicherlich das Pferd, von dem sie am meisten lernen durfte. Weil sie von ihm gelernt hat, dass es Hochs und Tiefs gibt. Er hatte immer ein enormes Kämpferherz und wollte immer alles richtig machen, aber man musste ihn auch immer 100-prozentig an seiner Seite haben.

 

Ein richtiges Idol hat Lisa Schranz nicht. „Es gibt viele gute Sportler, von denen man sich etwas abschauen kann. Nicht nur im Ausland wie Martin Fuchs, sondern auch in Österreich wie Max Kühner, Dieter Köfler, Gerfried Puck, Roland Englbrecht oder Markus Saurugg. Und natürlich – last but not least – meine beiden Eltern, von denen ich sehr viel lerne.“

 

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Der typische Alltag

Lisas Tag beginnt für sie im 7:00 Uhr mit einer kurzen Besprechung, was zu tun ist. Danach geht es in den Stall, Pferde auf die Koppel bringen, reiten und unterrichten. Dazwischen Mittagspause und gemeinsames Essen. Für Lisa ist der Bezug zu den Pferden wichtig. Sie sattelt und pflegt ihre Pferde gerne selber. Dies schafft eine Bindung, die im Sport, im Parcours sehr wichtig ist und Erfolg bringt. Sie reitet je nach Saison bis zu zehn Pferde am Tag. Im Winter sind es weniger, weil sie ja auch Pause haben. Dies ist auch bei den Unterrichtsstunden so. Lisa gibt Unterricht vom Anfänger bis zum Turnierreiter. Vom klassischen Schulbetrieb mit Abteilungsreiten ist man Richtung Einzelstunden übergegangen. So lernen die Reitschüler auch mehr. Aktuell absolviert Lisa auch gerade ihren Springreittrainer. Die Instruktor-Prüfung hat sie bereits bestanden.

 

Turnierleben

Am Turnier hat sie ihre Glückgerte dabei. Die darf nicht fehlen. Bei größeren Turnieren und Prüfungen gibt es ein eingespieltes Ritual: Sie richtet ihr Pferd in Ruhe selbst her und zopft es auch selbst ein.

 

Die vergangene Saison 2019 ist überaus erfolgreich verlaufen: Lisa ist amtierende Landes- und Staatsmeisterin der Jungen Reiter. Darüber hinaus sammelte sie viele Platzierungen in hohen Klassen, war mit ihren jungen Pferden sehr gut unterwegs und förderte Lacrima v. Kückenmoor in die schwere Klasse. Im kommenden Jahr steht der Sprung von den Jungen Reitern in die Allgemeine Klasse an. Gestartet wird im März/April mit den ersten Outdoor-Veranstaltungen. Als Ziele hat sich Lisa vorgenommen, dass sie auch in der Allgemeinen Klasse erfolgreich reiten und bei den Landes- und Staatsmeisterschaften teilnehmen möchte. Dann steht der Casino Grand Prix ganz klar im persönlichen Turnierkalender und auch der European Youngster Cup.

Die Pferde werden sehr individuell trainiert. Sie werden jeden Tag bewegt und neben Training, Dressurarbeit und Springgymnastik wird auch viel ausgeritten. Dies schafft Abwechslung im Trainingsprogramm und bringt Motivation bei den Pferden. Im Winter bekommen die Pferde Pause. Neben Koppelgang und moderater Arbeit gehen die Pferde auch regelmäßig in den Aqua-Trainer, der das ganze Jahr als Trainingsgerät eingesetzt wird.

 

Die Pferde

Zu jedem Pferd gibt es eine Geschichte. Die wohl schönste ist jene von V.I.P. 2. Als langjähriges Familienpferd sammelte er unzählige Erfolge mit Sabine, Christian und Lisa Schranz. Der 2002 geborene KWPN-Wallach von Krunch de Breve-Lux Z-Amaretto D I gehört wohl zu den erfolgreichsten Pferden Österreichs, der über viele Jahre kontinuierlich Siege und Platzierungen verbuchte und mittlerweile seine Pension bei einem Mädchen genießt, die sich um ihn kümmert und ihn auch noch reitet.

 

Schimmelwallach Cascadeur liebt es ins Gelände zu gehen. Am Platz ist er schon mal weniger motiviert, aber im Gelände kann er auch schon mal wild sein.

 

Die typvolle Fuchsstute Cyders hat nicht nur einen starken Charakter, sondern strahlt auch jede Menge Stärke aus. Wenn sie durch die Stallgasse geht, würde sich keiner der Pferde, die ja aus der Box hinausschauen können, trauen, in ihre Nähe zu kommen. Dabei hatte die dominante Stute viel Glück, denn eine Gehirnhautentzündung hätte beinahe nicht nur das Karriere-Aus, sondern auch den Tod bedeutet. Man wusste nicht, ob sie es schafft, oder je wieder geritten werde konnte. Sie war in der Klinik und hatte den Schicksalsschlag wieder verdaut. Mit ihrem Kämpferherz und Willen konnte sie nach kurzer Zeit im Parcours wieder für Schlagzeilen sorgen und wurde Zweite im Casino Grand Prix.

 

Der Cascari-Nachkomme Cool Hand Luke, der von Familie Schranz ausgebildet wurde, wechselte in den Besitz des dänischen Championatsreiters Emil Hallundbaeck, der den 2009 geborenen Wallach sogar als Zweitpferd für die Olympischen Spiele in Tokyo qualifizieren konnte. Die Nominierung des ehemaligen Ausbildungspferdes in den Olympiakader ist zweifelsfrei ein großartiges Renommee für das Reitsportzentrum Lassee.

 

Neben den Ausbildungs-, Schul- und Sportpferden sind im Reitsportzentrum Lassee auch Zuchtstuten beheimatet, die bis jetzt in Deutschland waren. Drei Fohlen werden erwartet und diese sollen – nachdem die ersten Zuchtprodukte alle westfälisch eingetragen wurden – auch mit A-Brand versehen werden. Ausgewählt werden sowohl Sport etablierte Hengste als auch vielversprechende Nachwuchshengste mit Top-Abstammung. Somit ist für Nachwuchs gesorgt.

 

Abseits der Pferde

Neben dem Reiten geht Lisa auch gerne Laufen, unterrichtet ihre kleine Schwester Livia, geht im Winter auch gerne Schifahren oder trifft sich mit Freunden. Auszeit zum oft stressigen und arbeitsintensiven Alltag ist wichtig und da ist sie gerne mit ihrer Familie und ihrem Freund unterwegs. Ihr längster Urlaub war zwei Wochen in Thailand.

 

Heimturniere in Lassee

Die Veranstaltungen in Lassee gehören zu den klassischen Vereinsturnieren, die es leider immer wenig gibt. Der komplette Verein mit 70 bis 80 freiwilligen Helfern – allesamt mit den unverkennbaren Verein-T-Shirts gekleidet – sorgt für gelungene Veranstaltungswochenenden. Der Zusammenhalt innerhalb des Reitsportvereins Lassee ist vorbildlich und Teamspirit wird großgeschrieben. Abseits der Heim-Turniere wird auch viel unternommen und Ausflüge gemacht. Dieses familiäre Flair zeichnet die Turniere in Lassee aus. Es beginnt schon bei der Anreise, wo beim Parken und Ausladen die ersten helfenden Hände zur Seite stehen. Die Hilfsbereitschaft ist enorm: Jeder packt an, jeder hilft mit. Die Turniergäste sollen sich wohlfühlen und gerne nach Lassee kommen. „Wir haben bei unseren Veranstaltungen Bereichsleiter für die verschiedenen Aufgabenbereiche wie Gastro, Parken, Stallungen, Abwaschbereich, Bar, VIP-Bereich, Sponsoren, Meldestelle, Richterturm, Abreiteplatz oder Tombala. Wir sprechen uns auf kurzem Weg mit den Bereichsleitern ab und sie wissen mit ihrem Team dann über Abläufe und Organisation Bescheid“, erklärt Lisa.  Unterstützt werden die Veranstaltungen von Sponsoren und namhaften Unternehmen. Zu den wohl wichtigsten und langjährigsten Kooperationspartnern zählt zweifelsfrei die Firma MAGYER.

 

Turnierplan 2020

  • 05.2020: CSN-C NEU Lassee / NÖ
  • -24.05.2020: CSN-B* Lassee / NÖ, NÖ-Cups
  • 05.-01.06.2020: CSN-A* CSN-B CSNP-A Lassee / NÖ, 2. Casino Grand Prix

 

Mehr Infos unter www.reitsportzentrum-lassee.at .

 

 

Großer Dank

Ohne Hilfe und Unterstützung geht es nicht, daher möchte Lisa auch ihren Dank aussprechen: „Mein Dank gilt an erster Stelle meiner Familie, meinen Eltern, Oma, Opa und Mani. Meinem Freund Kevin. Meinen HelferInnen im Stall, die immer für mich da sind, die helfen und immer zur Stelle sind: Bauzi, Eva, Jenny und Leonie. Und natürlich allen Unterstützern und Sponsoren.“

 

Mehr Infos unter www.reitsportzentrum-lassee.at .

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