Das „Ponyteam der Ponygruppe des Reitverein Thierhaupten 2020

Die Corona-Pandemie trifft besonders Kinder und Jugendliche

 

von links:  Sabine Brenk, Hildegard Steiner, Anni Gross, Sandra Mayr. Foto Hildegard Steiner  

 

Eine ungewöhnliche Zeit, die auch beim Reitverein Thierhaupten herrscht, hat den Verein gezwungen alles einzustellen und herunterzufahren, was diese so lebhafte und vielseitige Sportart ausmacht. Turnierveranstaltungen, Meisterschaften, Zuchtschauen, Seminare, Kurse, Tagungen und Sitzungen. Sonderveranstaltungen, wie Reitertage für Kinder, auch gesellige Treffen und natürlich der gesamte Reitunterricht für Kinder und Erwachsene musste von heute auf morgen eingestellt werden.

 

In besonderem Maße traf das Verbot des Reitunterrichts seit März die Kinder und Jugendlichen der Pony- und Inklusionsgruppe. Nachdem auch beim Einzel-Reitunterricht, auch an der Longe, bis heute Abstand gehalten werden muss, dies aber bei Kindern und Anfängern, ob beim Pony/Pferd vorbereiten, beim Longieren oder überhaupt bei Hilfestellungen schwer einzuhalten ist, konnte seit März  kein Unterricht mehr angeboten werden. Einige Lockerungen sind nun vollzogen worden. So kann langsam mit dem Unterricht wieder begonnen werden. Regeln wie Abstand, Desinfektion und Mundschutz werden aber noch länger die Begleiter sein. Auch neben den Unterrichtszeiten müssen die Pferde ständig bewegt, gepflegt und dann wieder auf den Unterricht vorbereitet werden. Viele Stunden verbringen die Übungsleiter deshalb bei ihren Pferden.

 

Seit März ist eine vierte Übungsleiterin mit ihrem Pferd dazugekommen. Projektleiterin Hildegard Steiner freut sich, dass dadurch die lange Warteliste etwas entlastet werden kann. Neben dem „Sozialen Ponyprojekt“ Kinder mit Pferden stark machen“, das 2007 von Hildegard Steiner und Anni Gross ins Leben gerufen wurde, ist seit 2018 unter dem Dach des Ponyprojekts die „Inklusionsgruppe“ aktiv und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Inklusion ist auch beim Reitverein viel mehr, als nur Kinder mit und ohne Behinderung das gemeinsame Lernen zu ermöglichen. Leider kann dieses Jahr eine geplante feierliche Eröffnung nicht stattfinden und wurde verschoben. Um alles umzusetzen verständigt sich das eingespielte „Ponyteam“ ständig auf’s  Neue.

Die vier Damen mit ihren Pferden und Ponys ergänzen sich perfekt und sind ein eingespieltes Team:

Sandra Mayr (Heilpraktikerin & Reittherapeutin) engagiert sich seit 2017 mit ihrem Pferd „Jake“ in der Ponygruppe. Das Schul- und Therapiepferd Jaky: (Rasse Quarter Horse) ist „Western ausgebildet, ist Gelände- und schrecksicher. Sabine Brenk (Osteopathie Pferd/Hund) arbeitete bereits als Unterstützung und Urlaubsvertretung oder an Reitertagen, seit 2019 im Ponyprojekt mit. Seit März 2020 gehört sie nun fest dazu und hat sich bei vielen Kindern bereits beliebt gemacht. Ihr Schul- und Therapiepferd „Max“ (Quarter Horse), Western- & Reining ausgebildet, ist geländesicher und ein erfahrenes Turnierpony.

Anni Gross (langjährige Züchterin von Warmblutpferden und deren Ausbildung), die Mitbegründerin des Ponyprojekts, macht Kinder und Jugendliche mit den Ponys Flippi und Robin seit vielen Jahren glücklich.  „Flippi“ der „Pony-Lausbub“ ist von der Rasse her ein Welsh-Pony. Er ist süß, flirtet gerne und liebt die Kinder. „Robin“ ebenfalls ein Welsh-Pony ist ähnlich im Charakter .

Hildegard Steiner (Mitbegründerin der Ponygruppe 2007 und Vorsitzende des Vereins) Die passionierte Reiterin ist seit vielen Jahren in der Organisation des Reitsports und Reitunterricht für Kinder im Verein tätig. Der Begriff Empathie im Reitunterricht ist für sie nicht nur ein Wort. Das Ponyprojekt ist ihre Herzensangelegenheit. Die Shetty-Ponydamen „Jenny und Scarlett“ sind bei den Kleinsten wohlbekannt und beliebt. Sie lieben Kinder und freuen sich über Streicheleinheiten, die ihnen gerade sehr fehlen. „Glorie“ die dunkelbraune Bayerische Warmblutstute wird englisch geritten und hatte bei Turnieren bereits Erfolge. Sie ist eine liebevolle Stutendame und kuschelt gerne.  Reiter/innen die sich bemühen und auf ihren Sitz achten honoriert sie.

 

Alle Übungsleiterinnen mit ihren Ponys und Pferden freuen sich auf ihre Schüler und Schülerinnen. Den Spaß der Kinder am Reiten lernen vorausgesetzt, achten sie auch in Zukunft auf einen guten, einfühlsamen, individuellen und weiterführenden Unterricht. Im Juni soll der Schulbetrieb nun den Auflagen entsprechend langsam und vorausschauend wieder aufgenommen werden.

 

Thierhaupten (hils)

Hildegard Steiner