9. Nationales Forum zur biologischen Vielfalt

 Aktionsprogramm Insektenschutz

Gemeinsam gegen das Insektensterben

 

 

Umweltministerin Svenja Schulze bei der Eröffnungsrede

 

So hieß die Veranstaltung, für die ich zusammen mit meinem Sohn zwei Nächte geopfert hatte, (es  hatten sich bei der Erstellung unseres Plakats unvorhersehbare Schwierigkeiten ergeben) um dann per Auto, Zug und U-Bahn um 10 h am 10.Oktober in der Friedrichstraße 169 zuzuhören und beim Workshop mitzudiskutieren.

Was hat „Biologische Vielfalt, Insektenschutz oder -sterben mit uns Reitern zu tun?“ Fragst Du Dich.

Nun, dieses Thema geht einfach jeden von uns an; denn ohne Insekten könnten auch wir Menschen nicht überleben. Und weil ich dies schon lange erkannt habe, dürfen nicht nur meine beiden Stuten auf ihrer Koppel tun, wozu sie Lust haben, sondern auch Fauna und Flora.

Ich habe also eine sehr „unordentliche“ Koppel; aber das ist bei mir Prinzip. Ich vertraue der Natur, daß sie sich selbst im Gleichgewicht hält, und sie dankt es mir, indem sie mich jedes Jahr mit neuen Pflanzen überrascht. Das funktioniert aber nur, weil eben auch die Insekten ihr Refugium bei mir haben (Ausnahmen sind Zecken und Pferdebremsen und bei den Pflanzen das Jakobsgreiskraut).

In diesem heißen und trockenen Sommer habe ich der Natur natürlich etwas geholfen, indem ich täglich dafür gesorgt habe, daß sowohl Insekten als auch Vögel genug zu trinken hatten.

Und das, liebe Pferdefreunde, kann jeder tun, der eine Koppel hat!

Aber woher kommt denn dieses beängstigende Insektensterben?

Und was vermögen wir dagegen zu tun?

Das waren die treibenden Fragen bei diesem Forum, auf die die neun Diskutanten unter der Moderation der sehr kompetenten und höchst angenehm agierenden Tanja Busse, Antworten zu geben versuchten.

Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellte in ihrer Eröffnungsrede die Gefährdung unseres Kosmos's sehr eindringlich dar und wurde von Tanja Busse von Tisch zu Tisch komplimentiert, wo sie die

Ministerin immer wieder in den jeweiligen Themenkomplex mit einband.

Die Workshops hatten folgende Themen, resp. Handlungsbereiche:

  1. Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern
  2. Lebensräume für Insekten in anderen Landschaftsbereichen wiederherstellen und vernetzen
  3. Schutzgebiete als Lebensräume für Insekten stärken
  4. Anwendung von Pestiziden mindern
  5. Einträge von Nähr- und Schadstoffen in Böden und Gewässer reduzieren.
  6. Lichtverschmutzung reduzieren
  7. Forschung vertiefen – Wissen vermehren – Lücken schließen
  8. Finanzierung verbessern – Anreize schaffen
  9. Engagement der Gesellschaft befördern

 

Was ist gut? Was müßte verbessert werden? Was sollte hinzugefügt werden?

Das waren die drei Fragen, auf die wir Workshopteilnehmer in der relativ kurzen Zeit versuchten,Antworten zu erarbeiten.

Für mich ergab sich folgendes Fazit:

Wir brauchen dringend einen Strukturwandel in der Landwirtschaft, ein Umdenken im Verkehr sowie beim Versiegeln von Landschaft. Wir können das aber nur schaffen, wenn wir die Lebenswichtigkeit der Botschaft:

„Das Insektensterben muß aufgehalten werden. Und zwar um jeden Preis. Und zwar sehr schnell.“ In den Köpfen der Menschen verankern können.

 

Der Gedanke an den Insektenschutz muß so selbstverständlich wie das Atmen werden und unser Handeln bestimmen.

Das heißt im Klartext: Jeder fängt bei sich an und tut, was er kann. Und da sind wir wieder bei den Pferden, die bei der richtigen, der artgerechten Haltungsform, besonders viel für den Erhalt der Artenvielfalt und den Insektenschutz leisten können.

 

Ihr könnt unter dem Link  https://www.undekade-biologischevielfalt.de/wettbewerbe/wettbewerb-biologische-vielfalt/schwerpunkthema-20172018/

Euch schlau machen, wie Ihr Euch einbringen könnt. Auch das Umweltministerium gibt jedem die Chance mitzumachen unter

 

https://dialog.bmu.de/dito/explore?action=startpage&id=90

 

Nutzt Eure Chance. Bei Fragen schreibt mir einfach:

Jutta Schroer, Fotografin, VFD Mitglied

Pferd, Mensch, Umwelt

Beratungsservice rund ums Pferd

http://www.pferd-mensch-umwelt.de

jutta.schroer@t-online.de

 

Alle Fotos von Jutta Schroer:

Die souverän agierende Moderatorin Tanja Busse 

 

Jahressieger 2018 des Projektwettbewerbs der UN Dekade Biologische Vielfalt  

 

v.links Eberhard Hartelt Umweltbeauftragter des Deutschen Bauernverbands, Olaf Tschimpke Präsident des NABU, Jörg Sibbel Bürgermeister der pestizidfreien Stadt Eckernför

 

Dr. Robert Trusch vorn im Bild Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

 

Von links Ursula Heinen-Esser Umweltministerin von NRW Undine Kurth Vize-Präsidentin des DNR Prof.Dr.Manfred Niekisch stellvertr. Vors. des SRU

 

v. links Alexander Bonde Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Dr. Corinna Hölzer Initiative Deutschland summt 

 

Jutta Schroer und Dieter Wankmüller vor ihren Plakaten

 

Pferdekoppeln und Pferdeweiden als Inseln zur Erhaltung der Artenvielfalt