Hauptsattelmeister Anton Karrer nach 46 Dienstjahren im Haupt- und Landgestüt Marbach im Ruhestand

Fast ein halbes Jahrhundert voll: Verabschiedung von Hauptsattelmeister Anton Karrer

 

Anton Karrer und Loving Dancer - Foto Kube

 

Marbach, 17.09.2019. Nach 46 Jahren Dienstzeit im Haupt- und Landgestüt Marbach wurde Hauptsattelmeister Anton Karrer am 13. September 2019 in den Ruhestand versetzt. Im Alter von 17 Jahren hatte der gebürtige Allgäuer sich – gegen den Willen seiner Eltern – in Marbach beworben und trat am 01. August 1973 den Dienst des Pferdewärters im Haupt- und Landgestüt Marbach an. Er wohnte zunächst mit zehn anderen Jungen im „Bullenkloster“, einer bis heute bestehenden Wohngemeinschaft für Auszubildende, auf dem Gestütshof Marbach. Während der ersten beiden Jahre arbeitete er in der Betreuung der Landbeschäler in Marbach mit. Neben dem täglichen Reiten stand zu dieser Zeit noch der Einsatz der Hengste in der Landwirtschaft an, zum Beispiel mit Gespannen bei der Heuernte. 1977 gab es zum ersten Mal die Möglichkeit die neue Ausbildung zum Pferdewirt zu absolvieren. Anton Karrer begann diese noch im gleichen Jahr und beendete die Ausbildung nach seiner Abschlussprüfung 1978 im Beruf Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Zucht und Haltung. Innerhalb von acht Jahren gelang ihm der Aufstieg zum Gestütwärter, Gestütoberwärter und Gestüthauptwärter. Er absolvierte mehrere Fahrkurse und erwarb das bronzene und silberne Fahrabzeichen.1995 legte er zusätzlich eine Prüfung zum Besamungstechniker ab. Schließlich wurde er 30 Jahre nach seiner abgeschlossenen Pferdwirtprüfung zum Hauptsattelmeister

 

Während seiner Laufbahn war er auf den Gestütshöfen Offenhausen, St. Johann und in der Landesfahrschule eingesetzt beim Anreiten und Einfahren junger Pferde. Viele Züchter kennen den geselligen Hauptsattelmeister Anton Karrer von seinen Einsätzen als Beschälwärter auf verschiedenen Deckstationen: Er betreute vier Jahre lang die Beschälplatte Amtzell, elf Jahre die Servicestation Ellwangen, acht Jahre die Station Aach-Linz und in den letzten zehn Jahren seiner Dienstzeit die Servicestation Öhringen. Auf den Stationen lernte er viele Züchter kennen und hatte unvergessliche Erlebnisse. „Mein Zimmer in Ellwangen war damals eine umgebaute Box im Stall zwischen den Hengsten“, berichtet Anton Karrer, „das ist mit den Jahren dann glücklicherweise komfortabler geworden“. Zu „seinen“ Landbeschälern zählten unter anderen die Schwarzwälder Kaltbluthengste DACHSBUB v. DACHS und FEDERSEE v. FEDERWEISSER sowie die Warmbluthengste HELIKON v. HERZBUBE/T., RIGOBERT v. RAMIN und sein über alles geliebter LOVING DANCER v. La Zarras.

 

Dr. Claudia Gille-Eberhardt
Referatsleitung Marketing und Veranstaltungen