Neues von Sarangoo ! 

Habt Ihr schon gesehen, was diese begabte junge Frau für ein Talent hat?

Was Ihr hier seht, ist nur eine von vielen ihrer Arbeiten während ihrer Ausbildung als Maskenbildnerin in Waldshut:

Langsam geht aber ihre einjährige Ausbildungszeit zu Ende. Das ist in der Mitte des Monats Januar 2017. Dann muss sie zurück in die Mongolei, denn ihr Visum wird nicht verlängert!

Dabei hätte sie gern hier in Deutschland weiter gearbeitet, um nach und nach ihren weiß Gott nicht reichen Eltern ein wenig zurückgeben zu können. Die sind nämlich Fleischhändler in Ulaanbaatar. Der Vater kauft das Fleisch bei den Viehzüchtern in der Steppe und zusammen mit seiner Frau verkauft er es dann mit ein wenig Gewinn Tag für Tag auf einem Bazar in der Stadt. Das ganze Jahr über - sommers wie winters - bei extremen Minustemperaturen und hochgradiger Luftverschmutzung unter höchster körperlicher Belastung. Um ihrer Tochter diese Ausbildung zu ermöglichen, mussten sie sich hoch verschulden. Und Sarangoo, die traditionell eine dankbare und verantwortungsvolle Tochter ist, wünscht sich nichts sehnlicher, als ihren Eltern die Schulden abzunehmen und ihnen ein leichteres Leben zu ermöglichen.

Warum aber darf sie nicht in Deutschland bleiben und eventuell hier arbeiten? Obwohl immer wieder die Rede davon ist, dass viele qualifizierte Facharbeiter überall gesucht werden? Die Ausländerbehörde sagt: "Unsere Gesetze verlangen es, ich habe keine andere Wahl, sie muss zurück und darf hier nicht arbeiten." Ist es wirklich so? Gibt es gegenüber unsinnigen Gesetzen keine Vernunftentscheidung? Keinen Ermessensspielraum?

Sarangoo hat niemals deutsche Sozialkassen in Anspruch genommen, das war Bedingung für ihre Ausbildung. Warum wird sie also schlechter behandelt als hunderttausende Asylbewerber?

Kennt niemand von allen, die meinen Aufruf lesen, z.B. eine Filmgesellschaft, die eine so begabte, bescheidene und unermüdliche Maskenbildnerin einstellen könnte? Vielleicht um zu verhindern, dass sie zurück muss und in ihrer Heimat verkümmert? Oder Beamte in Ausländerbehörden, die einen geeigneten Ausweg kennen?

Sarangoo spricht übrigens längst sehr gut Deutsch, sie lernte es bereits in Ulaanbaatar und vertiefte es nun hier.

Sie wäre übrigens auch glücklich, wenn sie nur ihr Visum verlängert bekäme und eine Arbeitserlaubnis erhielte. Solange sie keine ihrer Ausbildung entsprechende Arbeitsstelle fände, hätte sie kein Problem, auch einfache Arbeiten auszuführen.

Wer einen Ausweg kennt und Sarangoo helfen möchte, der kann sich gern bei mir melden. Sie wohnt in der Nähe und ich fühle mich ein wenig wie ihr Beschützer so fern ihrer Heimat unter lauter fremden Menschen in einer fremden Umwelt. Wer jemals in der Mongolei war und unter Mongolen leben durfte, wird meinen Wunsch verstehen.

Manfred@weltumreiter.de

20.11.2016 | 462 Aufrufe