ERINNERUNGEN III

Wir waren längst zu einer Einheit geworden, nun bereits 1,5 Jahre,

und mehr als 13.000 Kilometer von unserer deutschen Heimat entfernt:

meine #Huzulen Panca, Puschkin und ich.

 

Irgendwo in der Mongolei, zwischen dem #Changai-Gebirge und der Wüste #Gobi,

auf einer schmalen Piste: vielleicht noch 1.000 Kilometer bis #Ulan Bator!

 

Plötzlich senkt sich die Piste steil in ein weites Tal hinab.

Kein Problem für uns, weit hinten sehen wir den Aufstieg auf das nächste Plateau.

Die enge Piste durch diese Senke ist beidseitig durch dichtes Dornengestrüpp begrenzt.

Als wir im Tal angekommen sind, erscheint drüben am Ausgang ein Kamelbulle,

er kommt uns entgegen. Sofort bleiben die Pferde wie angewurzelt stehen.

Wieder sind ihre Augen schreckgeweitet, die Ohren steil nach vorn gerichtet.

Mir ist klar, dass sie am liebsten kehrt machen und zurück flüchten würden.

Und dann? Das Gelände bietet keine Umgehung dieses Kessels.

 

Ich versuche, sie mit der Stimme zu beruhigen:

und plötzlich siegt Puschkins Mut über seine Angst.
Er richtet sich hoch und stolz auf, würde vielleicht am liebsten

noch größer erscheinen als der riesige Kamelbulle, und schreitet tapfer vorwärts:

auf das Kamel zu, das sich mit freundlichem Blick seitlich in das Gestrüpp zwängt.

 

Als wir das Plateau endlich erreicht haben,

bricht das Bewusstsein von Mut und Tapferkeit aus meinen Pferden heraus,

und wir jagen in gestrecktem Galopp weiter nach Osten...

 

Weitere Erlebnisse dieser Art demnächst hier,

 

oder in der umfangreichen Reiseerzählung #"Mit zwei Pferden um die Welt":

 

#https://www.weltumreiter.de

 

16.12.2022 | 1291 Aufrufe