Steve Guerdat und Venard de Cerisy auf der Ehrenrunde in Spruce Meadows. (Foto: Spruce Meadows Media/ Mike Sturk).

 

Schon lange zählt er zu den erfolgreichsten Reitern der Welt. Nach seinem Sieg am Sonntag beim CP ´International‘, presented by Rolex, reist Springreiter Steve Guerdat als Titelanwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping zum CHIO Aachen. Ein Interview mit dem 39-jährigen Schweizer.

Wie groß ist die Vorfreude, als Titelanwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping zum CHIO Aachen zu reisen?

Die Vorfreude ist riesig. Aachen ist ein ganz besonderes Turnier. Dort zu starten, ist immer ein unbeschreibliches Gefühl. Jetzt als Titelanwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping dort hin zu fahren, ist natürlich noch ein Stück aufregender als sonst. Das gibt mir noch einmal einen besonderen Motivationsschub.

Was ist das Besondere am CHIO Aachen?

Die Atmosphäre in Aachen ist einfach einzigartig. Das Aachener Publikum ist sehr fachkundig und unwahrscheinlich euphorisch. Als Reiter wird man dort im Hauptstadion förmlich durch den Parcours getragen. Das hilft Dir als Reiter dabei, Dein Bestes zu geben.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem CHIO Aachen?

Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an Aachen, ich konnte dort viele unvergessliche Siege feiern. Einzig der Sieg im Rolex Grand Prix ist mir dort noch nicht geglückt. Ich habe schon als kleines Kind davon geträumt, das einmal zu schaffen und ich werde nicht aufgeben, bis mir das gelingt. Einmal dort auf der legendären Siegertafel zu stehen, das ist mein ganz großes Ziel.

Lässt die Rolle des Titelanwärters Sie selbstbewusst an dieses Ziel herangehen oder verspüren Sie dadurch mehr Druck?

Wenn der Rolex Grand Prix startet, das ist immer ein ganz besonderer Moment. Man spürt immer Druck, wenn man in dieses gewaltige Hauptstadion einreitet. Da spürst Du die Schmetterlinge im Bauch. Das sind aber genau diese besonderen Momente, warum ich meinen Sport so liebe. Ich versuche dann immer, den Druck in Motivation zu wandeln und den Moment einfach zu genießen. Und genau das werde ich auch am Sonntag in Aachen tun.

Im Sport gibt es auch immer wieder Rückschläge, die man verarbeiten muss. Was haben Sie in Ihrer bisherigen Karriere gelernt?

Der Sport bringt einem vieles bei. Es gibt immer wieder Momente, die Dich zurückwerfen, aber die gehören zum Leben einfach dazu. Das mindert nicht meine Dankbarkeit für die Möglichkeiten, die mir das Leben immer wieder schenkt. Und Rückschläge haben auch gute Seiten. Sie helfen dir dabei, auf dem Boden zu bleiben. Und sie bringen Dich dazu, es immer noch besser machen zu wollen. Selbst wenn Du an einem Wochenende der Gewinner bist, darfst Du Dich darauf nicht ausruhen und davon ausgehen, dass Du das am nächsten Wochenende auch sein wirst. Du musst Dich immer wieder neu fokussieren, um neue Herausforderungen zu schaffen und Deine Träume zu verwirklichen.

 

CHIO Aachen, Pressestelle