Ausritte, Spaziergänge und Turniererfolge

Individuellen Reitunterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt es beim Team-T-Weichs. Die Reitschule hat heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Da Feiern leider derzeit nicht möglich sind, nutzt das Team das Jubiläum dazu, dass Schüler über ihre schönsten Erlebnisse berichten.

 

Ein riesiger Erfolg für die Beteiligungen von Maxi ist, dass die Stute mittlerweile so gelassen über Planen geht wie hier mit Luisa Stöhr. Das wäre vor 9 Jahren undenkbar gewesen und das Team hat sich das durch vertrauensbildende Bodenarbeit und Gelassenheitstraining erarbeitet.Foto A.Tölle

 

Conny Pröbstle, kam mit dem Kauf des zweiten Schulpferdes Maxima bereits im Jahr 2012 zum Team-T-Weichs. Gleich im ersten Winter absolvierten Conny Pröbstle und ihr Sohn Korbinian, der damals auch eine Beteiligung auf Maxi hatte, die Prüfung zum Basispass. Die Generalprobe am Vortag klappte gut. Allerdings fror der Prüfungsplatz über Nacht und es schneite, was zu neuen Umständen und anderen Geräuschen führte. So war Maxi nervös und weigerte sich mit Conny über die Plane zu gehen. Sie stieg und schlug aus. Korbinian überzeugte die Stute über die Plane gehen, was dann auch Conny gelang. „Bei der Verleihung der Urkunde meinte der Richter, ich hätte die Prüfung Dank des jungen Mannes mit dem großen Gefühl für das Pferd bestanden“, berichtet Pröbstle. Einige Jahre später fand wieder eine Abzeichenprüfung mit Johann Speth als Richter statt. Bei der Abnahme des Longierabzeichens lobte dieser nicht nur die gut vorbereiteten Prüflinge, sondern auch das hervorragend ausgebildete Pferd. „Johann Speth sagte zu mir, er hätte damals nicht gedacht, dass sich das Pferd so entwickeln könnte. Ich antworte darauf, dass viele Stunden Bodenarbeit, Spaziergänge, Beritt und Geduld nötig waren. Und er meinte, das habe sich gelohnt. Wir hätten jetzt ein tolles Pferd“, erzählt Conny Pröbstle, die gerne beim Team-T-Weichs ist, weil man hier vermittelt bekommt, wie man sich ein intensives Vertrauensverhältnis zum Partner Pferd erarbeiten kann.

 

Intensives Vertrauensverhältnis zum Partner Pferd

 

Tamara Schubert freut sich, dass sie sich mittlerweile ein intensives Verhältnis zu ihrer Reitbeteiligung Missi aufgebaut hat. Das Angrasen im Frühjahr genoß sie, um vom Alltag abzuschalten. Foto A. Tölle

 

Das intensive Verhältnis zum Pferd schätzt auch Tamara Schubert: „Meine Reitbeteiligung Miss Robin ist für mich wie ein eigenes Pferd.“ Als blutige Anfängerin war die 22-Jährige im Herbst 2020 zum Team-T-Weichs gekommen. Da bei dieser Reitschule das Prinzip herrscht, dass man so viel darf wie einem die Besitzer zutrauen darf Schubert Missi schon lange selbst für die kommende Stunde putzen, satteln und warmführen. „Durch den Unterricht auf Reitbeteiligungsbasis kann man eine gute Beziehung zum Pferd aufbauen, weshalb ich mittlerweile sehr schnell erkenne, wenn Missi im Gelände vor etwas Angst hat. Ich weiß, wie ich Missi beruhigen kann, wenn sie nervös ist oder ihr etwas unheimlich ist. Das ist schön, dass mir die 600 kg Pferd vertrauen“, berichtet die Kinderpflegerin und weiter: „Ich darf Missi so lange Putzen und Betüddeln wie ich will. Dadurch kenne ich die Stellen, an denen sie am liebsten gekrault wird oder auch was Missi nicht mag.“

 

Das Wissen mit anderen teilen

Tamara Schubert genießt mittlerweile so viel Vertrauen der Reitschulinhaber, dass sie neben der Versorgung von Missi weitere Aufgaben übernehmen darf. Als Mitglied im Horseteam darf sie die Pferde der Reitlehrer für das tägliche Training vorbereiten und neuen Reitschülern zur Seite stehen, wenn diese Fragen haben oder Hilfe brauchen. „Dadurch kann ich mein Wissen, das ich mir bereits angeeignet habe, mit anderen teilen. Das ist auch eine Anerkennung dafür, dass ich mich angestrengt habe und für meine Leistung und mein Wissen belohnt werde, weil mir zugetraut wird, einem neuen Schüler etwas beizubringen“, betont Schubert.

Bedingt durch den Lockdown im Herbst begann Tamara Schubert ihren Unterricht mit Spaziergängen. Denn Bewegung zu zweit in der freien Natur war ja erlaubt. Hier erarbeitete sich Einsteigerin Kenntnisse im Umgang mit dem Pferd. Tamara Schubert und ihre Reitlehrerin nutzten die Zeit, damit sich die Schülerin Wissen über Theorie wie „welche Abzeichen-Prüfungen gibt es?“, aber auch übers Reiten „mit welchen Hilfen treibe ich mein Pferd an, und wie bremse ich es aus?“ aneignen konnte. Für die Ausflüge im Gelände nützlich war auch, dass Trainerin Andrea Tölle der Einsteigerin beibrachte, wie diese bestimmte Situationen meistern kann. „Ich weiß nun, dass Missi sehr sensibel ist und auf jegliche Art von Geräuschen und Tieren reagiert, sie nimmt außerdem die meisten Dinge lange vor mir wahr“, erklärt Schubert, die gerne im weitläufigen Gelände lange und abwechslungsreiche Strecken geht.

 

Gemeinsame Turnierstarts mit dem Bruder

 

Lukas Dreykorn durfte als Kind auf Olexis in der Führzügelklasse starten. Foto A. Tölle

 

Verena Dreykorn war gleich zu Beginn beim Team-T-Weichs und erinnert sich gerne an die schönen Turnierstarts mit Olexis. Foto A.Tölle

 

Von Anfang an beim Team-T-Weichs dabei waren die damals neunjährigen Zwillinge Verena und Lukas Dreykorn. „Olexis war immer mein Lieblingspferd und ist es heute immer noch. Ich denke immer an die schönen Erinnerungen und Erfahrungen, die ich mit ihr und euch machen konnte. Ich habe mich immer sehr auf die zwei Tage pro Woche, an denen ich reiten durfte, gefreut, besonders wenn schönes Wetter war und wir ausgeritten sind“, berichtet Verena Dreykorn, die leider im Jahr 2016 aus zeitlichen Gründen das Reiten aufgegeben hatte. Dennoch erinnert sich die mittlerweile 20-Jährige noch gerne an die schönen Erlebnisse, zu denen auch die gemeinsamen Turnierstarts mit ihrem Bruder gehören. „Das war für mich immer sehr aufregend. Schön war, dass ich mit Olexis auch paar erste Plätze absahnen konnte“, freut sich Dreykorn, die betont, dass sie beim Team-T-Weichs viel über Pferde gelernt und sehr viel Spaß hatte.

Darauf, dass Olexis immer noch so freundlich und aufgeweckt ist, obwohl sie schon seit zehn Jahren als Lehrpferd im Einsatz ist, sind die Reitschulinhaber Steffi Tonhauser und Andrea Tölle sehr stolz. Das zeige, dass es sich lohnt, so viel Wert auf den korrekten Umgang und die präzise Kommunikation mit dem Partner Pferd zu legen. Doch vom sensiblen und braven Wesen von Olexis ist auch Daniela Hofer beeindruckt, die erst im letzten Jahr aufs Team-T-Weichs stieß. Das bisher schönste Erlebnis für Daniela Hofer war, dass Olexis sie Ende April zum ersten Mal begrüßt hat. „Zum ersten Mal hat sie ihren Heuberg stehen lassen und sich zu mir an die Tür gedreht. Ich hatte das Gefühl, sie freut sich, mich zu sehen“, berichtet Hofer. Diese intensive Bindung zum Pferd hat sich Hofer beim Putzen, bei Spaziergängen und beim Angrasen erarbeitet.

 

Bei schönstem Sonnenschein über Feldwege

 

Luisa Stöhr (l.) freut sich, dass sie mittlerweile regelmäßig auf ihrer Maxima mit ihren Reitlehrerinnen Andrea Tölle

(Mitte) und Steffi Tonhauser (r.) ausreiten darf. Foto A. Tölle

 

Luisa Stöhr, die im Juli 2018 als Anfängerin zum Team-T-Weichs kam sagt: „Eines meiner schönsten Erlebnisse bisher war mein erster Ausritt letztes Jahr im Herbst. Nachdem ich mir über längere Zeit Vertrauen zu Maxi durch Bodenarbeit und Spaziergänge aufgebaut habe und ich im Umgang mit Pferden deutlich sicherer geworden bin, habe ich mich sehr über das Angebot meiner Reitlehrerinnen gefreut mit ihnen ausreiten zu gehen. Ich war zwar etwas aufgeregt, aber nachdem ich aufgestiegen bin, habe ich mich nur noch gefreut. Bei schönstem Sonnenschein ging es für uns über Feldwege und durch Wälder und Maxi war total entspannt. Im Stall angekommen war ich überglücklich und konnte so vom stressigen Homeschooling abschalten und mich einfach entspannen.“ Mittlerweile reitet die Realschülerin fast jeden Sonntag mit ihren Reitlehrerinnen aus. Zusätzlich darf sie mit Alex Diwischofsky, die mit ihrer Montelina auch die Dressur- und Springstunden von Andrea Tölle besucht, ins Gelände.

Beim Team-T-Weichs findet Unterricht für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren auf Reitbeteiligungsbasis statt. Für jüngere Jugendliche und Kinder gibt es ein spezielles Kinderangebot. Dieses nutzt Hofers achtjährige Tochter Sophie, die begeistert von ihrem bisher schönsten Erlebnis berichtet: „Als ich Maxi reiten durfte ist Steffi mit mir und Maxi so schnell über die Wiese gerannt, dass ich meinen Helm festhalten musste, damit er nicht wegweht.“ Auf die Frage ihrer Mutter warum sie sich nicht selbst festgehalten hatte erwiderte Sophie: „Ich falle da doch nicht runter!“ Ein sehr schöner Erfolg für die Reitlehrer des Team-T-Weichs und Familie Hofer, die leider bei anderen Reitschulen bereits so Erlebnisse hatte, dass Sophie eigentlich nie mehr reiten wollte.

 

Weitere Infos über den Unterricht beim Team-T-Weichs stehen unter www.team-t-weichs.de Fragen beantwortet auch Andrea Tölle unter Tel. 0172-8977509.

 

 

Andrea Tölle