Wenn die Blonden aufmarschieren

Team-T-Weichs besucht die Haflingerjagd und die Faszination Pferd

 

Gespitzte Ohren, klopfendes Herz: Olexis lauscht gespannt dem Hörnerklang. Foto: Steffi Tonhauser

 

Tänzelnde, schnaubende Pferde, Hundebellen. Wenn die Equipage sich mit den fast 30 Beagles nähert ist es für die meisten Reiter schwer, dass ihre Haflinger ruhig stehen bleiben sollen. Schnell haben die Tiere gemerkt, dass es dann gleich im flotten Galopp hinterher geht. Die Hunde folgen den Schleppenlegern. Am 29. Oktober fand die fünfte Haflingerschleppjagd Bayerns statt. Die Idee dazu hatten Claudia und Elmar Haringer vom gleichnamigen Haflingerhof in Holzheim, Lks. Dillingen, gemeinsam mit Dr. Armin Kirchdorfer von der Frankenmeute. Und da die Jagdkollegen begeistert waren wurde es umgesetzt. Und auch Olexis, das Lehrpferd vom Team-T-Weichs ist seit der ersten Jagd vor fünf Jahren immer dabei. Geritten wird sie dabei von Steffi Tonhauser und Andrea Tölle. Die Reitbeteiligungen fiebern aber mit. Die Jagd kann man nämlich auch als Zuschauer verfolgen – und auch da ist es sehr unterhaltsam.

Neben den Stammreitern sind immer wieder Neulinge dabei, so wie zum Beispiel Regina Traurig aus Mainburg mit ihrer Farina. Traurig ist genauso begeistert wie die Reiter aus Österreich und der Schweiz. Nirgendwo anders werde so eine schöne Jagd für Haflinger angeboten.

 

Bekommen die Pferde das Signal, dass eine Schleppe beginnt gibt es kein Halten mehr. Vorne Lehrpferd Olexis. Foto: Hans-Peter Theilacker

 

Claudia und Elmar Haringer haben mit ihrer Mannschaft wieder eine schöne Strecke über Wiesen und durch Wälder vorbereitet. Und wie jedes Jahr kommt auch die Sonne zum Vorschein. Hinter der Equipage der Frankenmeute reitet Master Claudia Haringer ihren Deckhengst Morgenstern. Elmar Haringer ist Frontpikeur. Und nicht nur die Jagd an sich macht Spaß, auch die Geselligkeit zählt. Schließlich trifft man ja seit Jahren Gleichgesinnte. Natürlich freuen sich kaum dass sie abgestiegen sind schon wieder alle auf die Jagd im nächsten Jahr. Und natürlich wollen einige bis dahin ihre Haflinger im Springen trainieren. Denn auch wenn man an den einladenden fast 20 Hindernissen auf der Strecke auch vorbeireiten darf. Drüberspringen wäre ja doch schöner!

Ein gelungenes Event, bei dem Haflinger mal wieder ihre Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit zeigen konnten. Und manch ein Zuschauer war etwas betrübt, dass er selbst keinen Haflinger besitzt und deshalb nicht mitreiten konnte. Janina Hübner, die seit drei Jahren beim Team-T-Weichs reitet, wollte deshalb schon mal einen weiteren Haflinger zu Olexis dazukaufen.

Etwas müde waren die Reiter und Zuschauer vom Team-T-Weichs allerdings. Denn am Vortag hatten sie einen Ausflug zur Faszination Pferd gemacht. Dabei beeindruckte nicht nur die sportliche Leistung der Reiter und Pferde im Grand Prix. Auch das Schauprogramm mit einer bunten Mischung aus Zucht und Sport und einem Überblick über die verschiedenen Rassen und Reitweisen war wieder sehr interessant. Einstimmig als Höhepunkt ernannten die Mitglieder des Team-T-Weichs den Franzosen Lorenzo, der mit seiner Stutenherde eine beeindruckende Freiheitsdressur zeigte.

 

Was gibt es Schöneres als auf einem Verlasspferd wie Olexis durch den nebelverhangenen Wald zu reiten und die Stille zu genießen? Foto: Hans-Peter Theilacker

 

Auch im Winter geht es für die Mitglieder des Team-T-Weichs mit einem interessanten Programm weiter. So findet am 28. November eine Sitzschulung mit Nadja Eichholz statt und im Februar eine Abzeichenprüfung.

Bei beiden Veranstaltungen sind noch Plätze frei. Weitere Infos unter www.team-t-weichs.de

 

A. Tölle