Ein ereignisreiches Wochenende: Freitag auf Samstag in München in gemütlicher Runde mit den 'Hufflüsterern' und einigen 'Bluegrassfreunden',

und Samstag auf Sonntag in Salzweg bei Passau mit den Huzulenfreunden.

Dass Pferdebesitzer nicht immer miteinander harmonieren, ist ja allgemein bekannt. In der Gruppe der Huzulenbesitzer ist das völlig anders. Sie sprechen alle dieselbe Sprache (trotz unterschiedlicher Dialekte) und kommen oft aus großen Entfernungen angereist. Manche laden sich viele Stunden strapaziöser Fahrt auf, um die große Harmonie nicht zu verpassen. Von Jahr zu Jahr vertieft sich automatisch die Freundschaft untereinander. Und wer noch am selben Abend oder erst am nächsten Tag die Heimfahrt antritt, ist sicher: im nächsten Jahr komme ich wieder.

Natürlich liegt es auch am jeweiligen Gastgeber. Egal, ob es Kristine und Markus sind, oder Heidi und Klaus - sie geben sich so viel Mühe und entwickeln zur Freude der Besucher immer neue Ideen, um es den 'Huzulenfreunden' so angenehm wie möglich zu machen. So kann es nicht wundern, dass diese Gruppe weiter wächst und wer erst einmal integriert ist, bleibt in Treue. Und niemand, der bereit ist sich einzufügen, wird abgewiesen.

Huzifrau, so wild wie ihr Pony!

Liegt es vielleicht an dieser besonderen Pferderasse, die nach zwei Weltkriegen fast ausgerottet schien? Kaum jemand kannte Huzulen, als ich für mein großes Abenteuer auf die Suche nach ihnen ging. Diese Rasse hatte ich ausgesucht, weil ich sie wegen ihrer legendären Robustheit für am geeignetsten hielt. Und ich habe es nie bereut, bin sogar sicher, dass es ohne 'Puschkin' und 'Panca' nicht hätte gelingen können.

Nur gut, dass sich ihre Bekanntheit inzwischen immer weiter ausbreitet, dass es immer mehr Liebhaber und auch Züchter gibt - sogar in Deutschland. Auch wenn mancher Neuling zunächst nicht immer klarkommt mit Pferden, die durchaus ihren 'eigenen Kopf' haben können. Aber das liegt vor allem an ihrer meist unverzüchteten Natürlichkeit, an ihrer Intelligenz. Sie können einem neuen Besitzer durchaus misstrauisch gegenübertreten und es kann länger dauern, bis sie ihm vertrauen. Hat er sie aber überzeugt, gibt es wohl kaum einen treueren Freund, keinen besseren Weggefährten, der sogar bereit ist, zum Schmusetier zu werden und alles zu tun, was sein Besitzer von ihm erwartet. Auch deshalb im Nachhinein noch einmal ein dankbares 'Hoch' auf 'Panca' und 'Puschkin'.

20.08.2018 | 1721 Aufrufe